IWF-Prognose - Mehr Wachstum in der Eurozone

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt wegen niedriger Ölpreise und der Euro-Schwäche optimistischer auf die Konjunktur. "Niedrigere Ölpreise schieben das Wachstum weltweit an", erklärte der IWF vor seiner Jahrestagung in Washington. Die Abwertung des Euro erleichtere die Exporte aus Euro-Ländern in andere Währungsräume.

Das helfe der Eurozone insgesamt: Für sie korrigierte der IWF die Prognose für dieses Jahr von 1,2 auf 1,5 Prozent nach oben, für 2016 von 1,4 auf 1,6 Prozent.

Für Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, hob der IWF seine Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,3 auf 1,6 Prozent an. Allerdings bleibt der Fonds damit vorsichtiger als die meisten Forschungsinstitute und Banken-Ökonomen, die Deutschland ein Plus von zwei Prozent zutrauen. Für 2016 setzte der IWF seine Prognose von 1,5 auf 1,7 Prozent herauf.

Für die gesamte Weltwirtschaft rechnet der Fonds in diesem Jahr weiter mit einem Plus von 3,5 Prozent. "Das globale Wachstum bleibt moderat", heißt es im "World Economic Outlook". "Die Aussichten sind in den wichtigen Ländern und Regionen uneinheitlich."

Wachstumstreiber bleiben die USA, auch wenn die Prognosen für beide Jahre leicht auf jeweils 3,1 Prozent zurückgenommen wurden. Für China werden weiter 6,8 und 6,3 Prozent vorausgesagt. Dagegen dürfte die Rezession in Russland schwerer werden als bisher angenommen: Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 3,8 und 2016 um 1,1 Prozent schrumpfen.

Der IWF warnt zugleich vor hohen Risiken für die Weltwirtschaft. "Eine weitere starke Dollar-Aufwertung kann anderswo finanzielle Spannungen auslösen, besonders in den Schwellenländern." Dort haben sich Staaten und Unternehmen oft in Dollar verschuldet, durch dessen Stärke die Rückzahlung nun teurer wird. "Zerstörerische Vermögenspreisbewegungen an den Finanzmärkten bleiben eine Sorge", erklärte der IWF. "Auch geopolitische Risiken könnten sich verstärken und wichtige Volkswirtschaften treffen."

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs