IWF: Erhöhtes Risiko kurzfristiger Gefahren für Weltfinanzsystem

Washington (APA/dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht ein leicht erhöhtes Risiko kurzfristiger Gefahren für das Weltfinanzsystem im Vergleich zum Vorjahr. Mittelfristige Risiken blieben auf erhöhtem Niveau, heißt es in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Bericht zur globalen Stabilität der Finanzmärkte.

"Eine finanzielle Verwundbarkeit, die sich in den vergangenen Jahren extrem niedriger Zinsen und Währungsschwankungen gebildet hat, könnte den vor uns liegenden Weg holprig machen und das Wachstum gefährden", erklärte der IWF.

Die Institution warnte davor, dass sich die Inflation schneller entwickeln könne als gedacht, möglicherweise angetrieben durch die erhebliche fiskalische Expansion in den USA. Auf diese Inflationsgefahren könnten die Zentralbanken aggressiver reagieren als zunächst angenommen, heißt es in dem Bericht. In der Folge könne es zu einer deutlichen Verschärfung finanzieller Konditionen kommen.

Der IWF warnte außerdem vor einer Gefährdung des derzeit starken Wirtschaftswachstums durch zu hohe Schuldenstände. Zwar seien die meisten Länder auf dem Weg, ihre Staatsverschuldung zu reduzieren, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Fiskalmonitor des IWF. Die große Ausnahme bilde die größte Volkswirtschaft der Erde, die USA.

Den Angaben zufolge sinkt die Staatsverschuldung in den kommenden Jahren in zwei Dritteln der Länder - gesetzt den Fall, sie halten sich an ihre Zusagen. Alle entwickelten Länder sähen ausgeglicheneren Haushalten entgegen, nicht aber die USA. Nach einer umfangreichen Steuerreform werden die USA ihrer bereits gigantischen Verschuldung in den kommenden drei Jahren jährlich eine Billion Dollar (809,3 Mrd. Euro) neuer Schulden hinzufügen. Die Staatsverschuldung springt von 108 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 117 Prozent. "Eine hohe Staatsverschuldung und Defizite geben Anlasse zur Sorge", erklärte der IWF.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne