IWF: Erhöhtes Risiko kurzfristiger Gefahren für Weltfinanzsystem

Washington (APA/dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht ein leicht erhöhtes Risiko kurzfristiger Gefahren für das Weltfinanzsystem im Vergleich zum Vorjahr. Mittelfristige Risiken blieben auf erhöhtem Niveau, heißt es in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Bericht zur globalen Stabilität der Finanzmärkte.

"Eine finanzielle Verwundbarkeit, die sich in den vergangenen Jahren extrem niedriger Zinsen und Währungsschwankungen gebildet hat, könnte den vor uns liegenden Weg holprig machen und das Wachstum gefährden", erklärte der IWF.

Die Institution warnte davor, dass sich die Inflation schneller entwickeln könne als gedacht, möglicherweise angetrieben durch die erhebliche fiskalische Expansion in den USA. Auf diese Inflationsgefahren könnten die Zentralbanken aggressiver reagieren als zunächst angenommen, heißt es in dem Bericht. In der Folge könne es zu einer deutlichen Verschärfung finanzieller Konditionen kommen.

Der IWF warnte außerdem vor einer Gefährdung des derzeit starken Wirtschaftswachstums durch zu hohe Schuldenstände. Zwar seien die meisten Länder auf dem Weg, ihre Staatsverschuldung zu reduzieren, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Fiskalmonitor des IWF. Die große Ausnahme bilde die größte Volkswirtschaft der Erde, die USA.

Den Angaben zufolge sinkt die Staatsverschuldung in den kommenden Jahren in zwei Dritteln der Länder - gesetzt den Fall, sie halten sich an ihre Zusagen. Alle entwickelten Länder sähen ausgeglicheneren Haushalten entgegen, nicht aber die USA. Nach einer umfangreichen Steuerreform werden die USA ihrer bereits gigantischen Verschuldung in den kommenden drei Jahren jährlich eine Billion Dollar (809,3 Mrd. Euro) neuer Schulden hinzufügen. Die Staatsverschuldung springt von 108 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 117 Prozent. "Eine hohe Staatsverschuldung und Defizite geben Anlasse zur Sorge", erklärte der IWF.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte