IW-Studie: 2015 bringt ungewöhnlich viele Streiktage in Deutschland

Köln - Die jüngsten Streiks haben die deutsche Wirtschaft nach Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) deutlich schwerer getroffen als Arbeitskämpfe früherer Jahre. Die Ausstände in den ersten sechs Monaten des Jahres hätten insgesamt rund 944.000 Arbeitstage gekostet, wie das Kölner Instituts in einer am Montag veröffentlichten Studie schätzt.

Insgesamt seien auf 1.000 Arbeitnehmer damit im ersten Halbjahr rund 17 Streiktage gekommen - mehr als viermal so viele wie im gesamten Vorjahr. Vor allem der Streik bei der Deutschen Post habe dazu beigetragen. Überhaupt gehe ein Großteil der Streiks auf das Konto der Gewerkschaft ver.di. Über die IW-Untersuchung hatte am Wochenende zuerst die "Rheinische Post" berichtet.

Ein ver.di-Sprecher sagte am Montag in Berlin, es habe in diesem Jahr besonders scharfe Auseinandersetzungen gegeben. Dazu gehörten aber immer zwei Seiten. "Wir haben die Streiks nicht vom Zaun gebrochen, weil wir so gerne streiken." Gerade bei der Post und den Erziehern im Öffentlichen Dienst habe es sehr grundsätzliche Streitfragen gegeben. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland gemessen an den Streiktagen trotz des Anstiegs im Mittelfeld: 2014 kamen etwa in Finnland 71 Streiktage je 1.000 Arbeitnehmer zusammen, Spitzenreiter Dänemark zählte sogar 135 Streiktage.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker