IW-Studie: 2015 bringt ungewöhnlich viele Streiktage in Deutschland

Köln - Die jüngsten Streiks haben die deutsche Wirtschaft nach Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) deutlich schwerer getroffen als Arbeitskämpfe früherer Jahre. Die Ausstände in den ersten sechs Monaten des Jahres hätten insgesamt rund 944.000 Arbeitstage gekostet, wie das Kölner Instituts in einer am Montag veröffentlichten Studie schätzt.

Insgesamt seien auf 1.000 Arbeitnehmer damit im ersten Halbjahr rund 17 Streiktage gekommen - mehr als viermal so viele wie im gesamten Vorjahr. Vor allem der Streik bei der Deutschen Post habe dazu beigetragen. Überhaupt gehe ein Großteil der Streiks auf das Konto der Gewerkschaft ver.di. Über die IW-Untersuchung hatte am Wochenende zuerst die "Rheinische Post" berichtet.

Ein ver.di-Sprecher sagte am Montag in Berlin, es habe in diesem Jahr besonders scharfe Auseinandersetzungen gegeben. Dazu gehörten aber immer zwei Seiten. "Wir haben die Streiks nicht vom Zaun gebrochen, weil wir so gerne streiken." Gerade bei der Post und den Erziehern im Öffentlichen Dienst habe es sehr grundsätzliche Streitfragen gegeben. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland gemessen an den Streiktagen trotz des Anstiegs im Mittelfeld: 2014 kamen etwa in Finnland 71 Streiktage je 1.000 Arbeitnehmer zusammen, Spitzenreiter Dänemark zählte sogar 135 Streiktage.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

Newsticker

Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

Newsticker

Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

Newsticker

Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor