IW-Forscher: Nach Strohfeuer kühlt sich deutsche Konjunktur ab

Berlin - Das deutsche IW-Institut befürchtet 2016 eine spürbare Abkühlung der deutschen Konjunktur und macht dafür vor allem die Regierung verantwortlich. Dieses Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwar um rund 2,2 Prozent steigen, erklärten die Forscher des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Montag.

Gründe dafür seien etwa der gesunkene Ölpreis und niedrige Zinsen. "Sondereffekte zünden ein Konsum-Strohfeuer", betonte IW-Direktor Michael Hüther. Doch die Konjunktur werde bereits im nächsten Jahr deutlich an Kraft verlieren. Für 2016 sagen die Forscher nur noch einen BIP-Anstieg von gut 1,5 Prozent voraus.

"Mit einer Wirtschaftspolitik ohne Impulse für anhaltende Investitionen und Wachstum werden die Chancen auf einen lang anhaltenden dynamischen Aufschwung verspielt", mahnte Hüther und kritisierte erneut Mindestlohn und Pensionspolitik. Dies wirke zwar derzeit positiv, belaste aber mittelfristig Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Die IW-Forscher sind mit ihrer Prognose für 2015 positiver als die Experten im Frühjahrsgutachten und die Bundesregierung. Für 2016 hingegen sind sie jeweils skeptischer.

Die Unternehmen blicken momentan zuversichtlich nach vorne. Rund 43 Prozent der Firmen erwarten 2015 eine steigende Produktion, nur 13 Prozent erwarten einen Rückgang, wie aus einer IW-Umfrage unter fast 3.000 Unternehmen hervorgeht. Im vorigen Herbst waren nur 31 Prozent der befragten Firmen für 2015 zuversichtlich, 21 Prozent dagegen skeptisch.

Istanbul (APA/Reuters) - Die türkische Wirtschaft ist im dritten Quartal so kräftig wie seit sechs Jahren nicht mehr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag zwischen Juli und September um 11,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Ökonomen waren von 10 Prozent ausgegangen. Damit hat sich das Wachstum im Vergleich zur ersten Jahreshälfte mehr als verdoppelt.
 

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Türkische Wirtschaft verdoppelte Wachstum im dritten Quartal

Buenos Aires (APA/dpa) - Auf den ersten Blick steht das Spitzentreffen der WTO in Buenos Aires unter guten Vorzeichen: Der Welthandel floriert, die Handelsschranken sinken. Doch es gibt einen Spielverderber: Die Trump-Regierung, die das WTO-System anzweifelt und mit eigenen Strafzöllen untergräbt.
 

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Freihandelsrisiko USA: Geht die Globalisierung trotz Trump weiter?

München (APA/dpa) - Der Autobauer BMW hat im November bei den Verkäufen deutlich zugelegt. Gegenüber dem Vorjahr setzte das Unternehmen weltweit mit 220.649 Fahrzeugen 5,2 Prozent mehr ab. Das teilte der Dax-Konzern am Montag in München mit. Nach elf Monaten steht nun ein Plus von 3,6 Prozent auf 2,23 Millionen Autos zu Buche.
 

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BMW steigerte Verkaufstempo im November