IW: Fachkräftemangel hemmt zunehmend Wirtschaftswachstum

Düsseldorf (APA/AFP) - Der Fachkräftemangel in Deutschland hemmt nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten zunehmend das Wachstum. Könnten deutsche Firmen diesen Mangel decken, "würde die Wirtschaftsleistung in Deutschland um bis zu 0,9 Prozent oder rund 30 Milliarden Euro höher ausfallen", heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Der IW-Studie zufolge fehlten 2017 rund 440.000 Fachkräfte, eine Zahl, die seit Jahren stetig ansteigt.

Engpässe bei Fachkräften seien ein wichtiger Grund für niedrige Unternehmensinvestitionen und überlastete Kapazitäten, erklärten die IW-Forscher weiter. Sie zogen für ihre Simulation unter anderem Sonderauswertungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) heran. Auch wenn Firmen alle "passend qualifizierten" Arbeitslosen einstellen würden, blieben offene Stellen, "die nicht adäquat besetzt werden können", erklärte das IW.

Im vergangenen Jahr seien das rund 437.000 Stellen gewesen, im Jahr 2016 waren es knapp 328.000. Im Jahr 2011 lagen die Fachkräfteengpässe bei gut 152.000 Stellen. Das IW definiert diese als offene Stellen ohne passend qualifizierte Arbeitslose.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag, Deutschland benötige jährlich mindestens 500.000 neue Jobs, damit jeder die Chance auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz habe. Dabei gehe es nicht nur um den Akademikerbereich: Er denke etwa an "Postfahrer, deren Jobs wegfallen, weil irgendwann autonom fahrende Autos die Briefkästen leeren und Post austragen" und Kassierer, wenn immer mehr Kassen vollautomatisch funktionierten.

Auch künftig werde es in Deutschland genug Arbeit geben, "die wertvoll und wichtig ist, für die man eine solide Ausbildung, aber weder Abi noch Studium braucht". Altmaier nannte als Beispiel den Pflegesektor, Sozialarbeiter und Kulturschaffende. Auch von den derzeit rund 900.000 Langzeitarbeitslosen in Deutschland könne mindestens die Hälfte in Lohn und Arbeit kommen, sagte der Wirtschaftsminister der "Bild"-Zeitung.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sprach von "vollmundigen Versprechen". Die Rahmenbedingungen für Vollbeschäftigung seien "eigentlich günstig", jedoch wirke die Politik der großen Koalition als "Jobbremser". Nötig seien vielmehr Bürokratieabbau, Entlastungen bei Steuern und Abgaben sowie flexiblere Arbeitszeiten, erklärte Theurer.

Wien/Klagenfurt (APA) - Der Bund dürfte bei der Heta, der Abbaugesellschaft der Kärntner Hypo Alpe Adria, seine gesamten Vorfinanzierungen von über 9 Mrd. Euro zurückbekommen. "Es gibt Indikatoren, dass der Bund das, was er im Rahmen der Abwicklung in die Hand genommen hat, zum größten Teil und vielleicht auch alles zurückkriegen wird", sagte Heta-Finanzvorstand Arnold Schiefer am Freitag beim Pressegespräch in Wien.
 

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Heta - Bund dürfte gesamte Vorfinanzierungen zurückbekommen

Berlin (APA/dpa) - Thomas Winkelmann bleibt doch noch länger Air-Berlin-Chef. Insolvenzverwalter und Gläubigervertreter haben beschlossen, den 58-Jährigen auf unabsehbare Zeit weiter zu beschäftigen, wie das "Manager Magazin" berichtete. Winkelmann werde die Insolvenzverwaltung unterstützen, bestätigte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag.
 

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Air-Berlin-Chef Winkelmann bleibt vorerst im Amt

London (APA/Reuters) - Der Streit über die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland bremst die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens. Die Regierung in London erklärte am Freitag, man werde Nordirlands Platz im britischen Binnenmarkt verteidigen.
 

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Brexit-Verhandlungen hängen wegen irischer Grenze fest