ITB - Österreichs Touristiker nutzen Song Contest für Werbeoffensive

Die Latte liegt hoch: Bis 2018 wollen die heimischen Hotels und Pensionen jährlich 140 Millionen Übernachtungen verbuchen - 2014 waren es 131,9 Millionen und damit ein leichtes Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Jahr davor. "Es fehlen also knapp 8 Millionen Nächtigungen", sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) heute, Mittwoch, auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin.

Zusätzliche Urlauber soll etwa der 60. European Song Contest ins Land bringen, der von 20. bis 24. Mai in Wien ausgetragen wird. Die Touristiker nutzen das Event heuer jedenfalls intensiv für Werbeoffensiven. Das Wirtschaftsministerium und die nationale Tourismusmarketing-Organisation Österreich Werbung (ÖW) machen dafür ein Sonderbudget von 1,2 Mio. Euro locker. Es werden beispielsweise rund 100 internationale Reiseveranstalter und Vertreter aus dem Reise- bzw. Lifestyle-Bereich im Mai eingeladen sowie mehr als 1.500 Medienvertreter mit Material für die Berichterstattung versorgt.

"Als Umsatzpotenzial durch den Song Contest sehen wir 26,5 Mio. Euro", bezifferte der Minister die erwartete zusätzliche Wertschöpfung. Auf Dauer werde der Wert aber wesentlich höher sein - wegen der Positionierung Österreichs seien kurz- und mittelfristig mehr Gäste zu erwarten, verwies Mitterlehner auf positive Imageeffekte. Die Veranstaltung selbst soll 75.000 ausländische Nächtigungen bringen.

"Für uns ist der Song Contest die Möglichkeit, Österreich zu thematisieren und positiv zu besetzen", sagte ÖW-Chefin Petra Stolba in Berlin. Mit solchen Events könne man im Tourismusmarketing sehr gut arbeiten und die Alpenrepublik international als innovative Urlaubsdestination und Brückenbauer positionieren. "Wir werden Österreichs Gastfreundschaft in die Welt hinaustragen damit", so Stolba.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht