Italiens Staatsbahnen wollen Straßenelektrifizierung testen

Rom (APA) - Die italienischen Staatsbahnen wollen zum europäischen Marktführer bei der Straßenelektrifizierung aufrücken. Dies soll dank der Fusion der Staatsbahnen (FS) mit der italienischen Straßenbaugesellschaft ANAS möglich werden, berichtete FS-Chef Renato Mazzoncini am Mittwoch laut italienischen Medienangaben.

"Wir planen eine Serie von Tests mit der Straßenelektrifizierung. Unser Ziel ist, dass Italien zum europäischen Leader in diesem Bereich aufrückt", berichtete Mazzoncini. Die Testphase soll circa zwei Jahre dauern. Schweden teste bereits ein System zur Elektrifizierung der Autobahnen, damit elektrische Lkw fahren können.

Die EU-Kartellbehörde hat vor zwei Wochen dem Zusammenschluss des Bahnkonzerns mit ANAS gegeben. Die Fusion war bereits im vergangenen April von der Regierung in Rom besiegelt worden. Beide Gesellschaften sind 100-prozentig vom italienischen Staat kontrolliert. Durch die Fusion entsteht ein Transportriese und eine Infrastrukturgruppe von internationalem Format mit einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro und 75.000 Mitarbeitern. Die neue Gesellschaft wird ein Netz aus 44.000 Kilometer Straßen und Bahnlinien verwalten.

ANAS hat den Auftrag, das Straßen- und Autobahnnetz, die von staatlichem Interesse sind, aufrechtzuerhalten. Investitionen in Höhe von 108 Mrd. Euro plant die neue Gesellschaft für die Modernisierung des Bahn- und Straßennetzes in den nächsten zehn Jahren. Dank des Zusammenschlusses sollen die Ausgaben in Höhe von 800 Mio. Euro reduziert werden. Für die öffentlichen Kassen werden aus der Fusion keine zusätzlichen Kosten entstehen, versicherte Mazzoncini.

Vorerst wird ANAS in die FS integriert. Die Straßenbaugruppe wurde bisher vom Wirtschafts- und Finanzministerium (MEF), FS vom Ministerium für Infrastrukturen und Transporte (MIT) kontrolliert. Neuer Eigentümer des Transportkonzerns wird das MIF sein.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker