Italiens Staatsbahnen schlossen 2017 mit Rekordergebnis ab

Rom (APA) - Nach zehn Jahren kontinuierlichen Wachstums haben die italienischen Staatsbahnen (FS) das Jahr 2017 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Jahr davor um 4,2 Prozent auf 9,3 Mrd. Euro, wie FS-Chef Renato Mazzoncini heute, Dienstag, mitteilte. Der Nettogewinn wuchs um 10 Prozent auf 552 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 14 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Die Investitionen im Jahr 2017 betrugen 5,6 Mrd. Euro. Das Geld floss vor allem in die Modernisierung des regionalen Bahnnetzes.

Weiters wurden neun zusätzliche Hochgeschwindigkeitszüge eingesetzt. Damit wuchs die Zahl der Flotte auf insgesamt 150 Hochgeschwindigkeitszuge. Das Hochgeschwindigkeitsnetz in Italien soll erweitert werden. Geplant ist in den nächsten Wochen der Baubeginn für die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke Brescia-Verona. 4.379 Personen wurden im vergangenen Jahr neu angestellt. 74.500 Personen beschäftigt die Staatsbahn derzeit.

Mazzoncini berichtete, die Gesellschaft wolle zu einem internationalen Player im Bereich integrierte Mobilität avancieren. Die italienischen Staatsbahnen wachsen auch als Fernbusgesellschaft. Die Tochter Busitalia erneuerte ihre Flotte mit 102 Bussen und bietet auch Busverbindungen auf europäischer Ebene an. Daneben wollen die italienischen Staatsbahnen im Bereich Warentransport stärker wachsen, nachdem 2017 die auf Warenverkehr spezialisierte Tochter Mercitalia Rain gegründet wurde.

Mazzoncini hob die positiven Beziehungen zur ÖBB hervor. "Wir haben regelmäßige Kontakte, bei denen wir unsere Aktivitäten prüfen und uns bemühen, Europa immer näher zu bringen", sagte der italienische Bahnchef.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder