Italiens Regierung denkt an Trennung von Eni-Anteil

Rom (APA) - Bei ihren Bemühungen zur Eindämmung des Defizits und der Staatsschuld will die italienische Regierung weiterhin auf Privatisierungen setzen. So denkt das Kabinett von Paolo Gentiloni an die Veräußerung der Hälfte des 4,3-prozentigen Aktienpakets, das der Staat noch am Energiekonzern Eni hält.

Durch den Verkauf der Eni-Beteiligung würde der Staat eine Milliarde Euro eintreiben, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore". Weitere 500 Mio. Euro hofft die Regierung durch den Verkauf staatlicher Immobilien einzutreiben. Weitere Privatisierungen werden nicht ausgeschlossen. Der Staat hält einen Anteil von 29 Prozent an der italienischen Post und von 23,6 Prozent an dem Stromkonzern Enel.

Auch Anteile an der Luftfahrtbehörde Enav, an der der Staat noch mit einem 53,3-prozentigen Aktienpaket beteiligt ist, könnten privatisiert werden. Die Privatisierungspolitik der Regierung war voriges Jahr wegen der schlechten Marktbedingungen ins Stocken geraten. Lediglich Teile der Luftfahrtbehörde Enav und die Bahntochter Grandi Stazioni waren verkauft worden.

Die Privatisierungen sind ein wesentlicher Aspekt der wirtschaftspolitischen Linie der Regierung von Premier Paolo Gentiloni. Wegen der hohen Ausgaben für die Betreuung der Flüchtlinge sowie für die wiederkehrenden Erdbeben ist Italien derzeit mit außergewöhnlich hohen Ausgaben konfrontiert.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne