Italiens Notenbank für Staatseingriffe bei Schieflage von Banken

Italiens Notenbank-Gouverneur Ignazio Visco fordert mehr Eingriffsmöglichkeiten für den Staat bei der Rettung von Geldhäusern. Rasches Handeln der öffentlichen Hand könne verhindern, dass Verluste für den Staat anfielen, sagte Visco am Dienstag in Rom auf dem Jahrestreffen der Bank von Italien.

"Ein größerer Spielraum für einen Eingriff dieser Art, auch wenn dies die Ausnahme bleiben mag, sollte wieder gewährleistet werden." Die Banken seines Landes forderte er zu Einsparungen auf.

Visco hatte schon früher neue EU-Regeln zur Rettung maroder Institute kritisiert, nach denen der Einsatz von Steuergeldern mittlerweile erst an letzter Stelle erfolgen darf. Bei einem Krisenfall müssen nun zuerst Gläubiger, Eigentümer und vermögenden Kunden der Bank herangezogen werden. So soll verhindert werden, dass wie in den Zeiten der globalen Finanzkrise bei Banken-Schieflagen erneut der Steuerzahler zur Kassa gebeten wird.

Anders als Spanien oder Irland war Italien wegen der hohen Staatsverschuldung des Landes seinen Banken während der Finanzkrise nicht zur Seite gesprungen. Danach hatten Italiens Geldhäuser im Zuge einer dreijährigen Rezession von 2012 bis 2014 faule Kredite im Volumen von rund 360 Mrd. Euro aufgetürmt.

Im ersten Quartal dieses Jahres gelang Italiens Wirtschaft wieder ein leichtes Wachstum. Für viele Banken besteht es aus Sicht von Visco dennoch die dringende Aufgabe, die Kosten zu verringern und auch Personal abzubauen. Die Geldhäuser müssten ihre Beschäftigten zudem fit machen für neue Technologien und Marktentwicklungen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro