Italiens Notenbank prüft Pläne für Bad Bank

Rom - Die italienische Notenbank wird in den nächsten Wochen über Pläne für die Gründung einer Bad Bank entscheiden, die die faulen Kredite der Banken übernehmen soll. An der Bad Bank soll sich der italienische Staat nicht beteiligen, berichtete Italiens Notenbankchef Ignazio Visco am Mittwoch in Rom.

Visco betonte, dass trotz der schweren Rezession in den vergangenen Jahren Italiens Bankensystem der Krise Stand gehalten habe. Trotzdem seien "pathologische Fälle" schlechter Bankenverwaltung ans Licht gekommen. Dass diese Fälle aufgetaucht seien, sei auch der Aufsichtsfunktion der Notenbank zu verdanken, erklärte der Notenbankchef.

Immer mehr Wirtschaftsexperten und Bankenmanager sehen eine Bad Bank als realistischen Weg für Geldhäuser, notleidende Kredite auszulagern. Die italienischen Institute ächzen unter faulen Krediten in Höhe von circa 190 Mrd. Euro, die sich während der dreijährigen Rezession des Landes angehäuft haben. Vor allem Genossenschaftsbanken sind wegen fauler Kredite unter Druck geraten.

Visco zeigte sich zuversichtlich, dass Italiens Wirtschaft bis Ende 2015 um ein Prozent wachsen wird. Die Regierung in Rom geht von einem Plus von 0,9 Prozent aus. Der Notenbankchef warnte jedoch vor der Gefahr, dass Italien wie der gesamte Euroraum die negativen Auswirkungen des langsameren Wachstums der globalen Wirtschaft zu spüren bekommen werde.

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Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft