Italiens Notenbank prüft Pläne für Bad Bank

Rom - Die italienische Notenbank wird in den nächsten Wochen über Pläne für die Gründung einer Bad Bank entscheiden, die die faulen Kredite der Banken übernehmen soll. An der Bad Bank soll sich der italienische Staat nicht beteiligen, berichtete Italiens Notenbankchef Ignazio Visco am Mittwoch in Rom.

Visco betonte, dass trotz der schweren Rezession in den vergangenen Jahren Italiens Bankensystem der Krise Stand gehalten habe. Trotzdem seien "pathologische Fälle" schlechter Bankenverwaltung ans Licht gekommen. Dass diese Fälle aufgetaucht seien, sei auch der Aufsichtsfunktion der Notenbank zu verdanken, erklärte der Notenbankchef.

Immer mehr Wirtschaftsexperten und Bankenmanager sehen eine Bad Bank als realistischen Weg für Geldhäuser, notleidende Kredite auszulagern. Die italienischen Institute ächzen unter faulen Krediten in Höhe von circa 190 Mrd. Euro, die sich während der dreijährigen Rezession des Landes angehäuft haben. Vor allem Genossenschaftsbanken sind wegen fauler Kredite unter Druck geraten.

Visco zeigte sich zuversichtlich, dass Italiens Wirtschaft bis Ende 2015 um ein Prozent wachsen wird. Die Regierung in Rom geht von einem Plus von 0,9 Prozent aus. Der Notenbankchef warnte jedoch vor der Gefahr, dass Italien wie der gesamte Euroraum die negativen Auswirkungen des langsameren Wachstums der globalen Wirtschaft zu spüren bekommen werde.

Die voestalpine AG hat für allgemeine Finanzierungszwecke sowie zur Refinanzierung einer im Februar 2018 auslaufenden Anleihe eine neue Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Das Orderbuch hatte bei einer Größenordnung von über 1,25 Milliarden Euro und rund 220 verschiedenen Investoren eine ausgezeichnete Qualität. Der Kupon der 7-jährigen Anleihe beträgt 1,375 %.
 

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voestalpine begibt erfolgreich 500-Millionen-Euro Anleihe

Dresden (APA/dpa) - Die deutsche Flirt-App Lovoo wird um 70 Mio. Dollar (58,5 Mio. Euro) vom US-Konzern The Meet Group übernommen. Die US-Amerikaner betreiben bereits mehrere konkurrierende Plattformen wie Hi5 oder MeetMe. Mit rund fünf Millionen aktiven Nutzern im Monat werde Lovoo aber die populärste Marke sein, erklärte The Meet Group am Mittwoch.
 

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70-Millionen-Euro-Flirt - US-Konzern kauft deutsche Dating-App Lovoo

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt fordert von Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter 500.000 Euro für die Einstellung des Insiderverfahrens gegen ihn. Das bestätigte der Vizepräsident des Amtsgerichts Frankfurt, Frank Richter, der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Das Gericht muss in der Affäre um Insiderhandel und Marktmanipulation einem Deal der Börse mit der Staatsanwaltschaft zustimmen.
 

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Staatsanwaltschaft will 500.000 Euro von Börsen-Chef Kengeter