Italiens Konjunktur kommt in Fahrt - Prognose angehoben

Rom (APA/Reuters) - Italiens Wirtschaft wächst deutlich stärker als gedacht. Weil die Verbraucher überraschend viel Geld ausgeben, hob das Statistikamt Istat seine Konjunkturprognose für heuer an. Wie die Experten am Dienstag mitteilten, erwarten sie nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,5 Prozent. Im Mai lag ihre Prognose noch bei 1,0 Prozent.

Für kommendes Jahr sagt Istat ein Wachstum von 1,4 Prozent voraus. Hintergrund sei die starke Binnennachfrage.

Die Wirtschaftsbelebung wird sich nach Einschätzung der Statistiker auch auf dem Arbeitsmarkt auswirken. Demnach wird die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent im laufenden Jahr und weiter auf 10,8 Prozent 2018 sinken. Im vergangenen Jahr lag sie bei 11,7 Prozent. Im europäischen Vergleich ist die Arbeitslosenquote nach wie vor hoch.

Die italienische Wirtschaft hatte ihr Wachstum im dritten Quartal unerwartet stark beschleunigt. Die Regierung sagt für 2017 und 2018 BIP-Zuwächse von jeweils 1,5 Prozent voraus, nachdem das Plus 2016 bei 0,9 Prozent lag.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"