Italiens Industrieproduktion sinkt im Jänner überraschend deutlich

Rom (APA/Reuters) - Die italienische Industrie hat zum Jahresauftakt ihre Produktion unerwartet kräftig gedrosselt. Nach drei Anstiegen in Folge stellten die Betriebe im Jänner 1,9 Prozent weniger her als im Dezember, wie das nationale Statistikamt am Montag in Rom mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 0,7 Prozent gerechnet.

Allerdings fiel das Plus Ende 2017 mit 2,1 Prozent auch stärker aus als ursprünglich gedacht. Monatliche Daten schwanken mitunter deutlich.

Der Blick auf längerfristige Zahlen signalisiert, dass es mit Italiens Industrie eher bergauf geht. So stieg die Produktion zwischen November und Jänner um 1,0 Prozent im Vergleich zum Dreimonatszeitraum August bis Oktober. Zudem fuhren die Unternehmen im Jänner ihren Ausstoß im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,0 Prozent hoch.

Die gesamte Wirtschaft Italiens hatte 2017 um 1,5 Prozent zugelegt und die geschäftsführende Regierung unter Ministerpräsident Paolo Gentiloni erwartet ein ähnlich starkes Wachstum in diesem Jahr. Damit hinkt die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone dem Währungsraum konjunkturell weiter spürbar hinterher.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker