Italiens Handelsverband rechnet 2016 mit Wachstum von 1,6 Prozent

Der italienische Handelsverband Confcommercio vertraut trotz des unsicheren internationalen Umfelds auf Italiens Wachstum. In diesem und im nächsten Jahr dürfte Italiens Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent wachsen, geht aus am Freitag veröffentlichten Prognosen hervor. Dies sei auch Maßnahmen der Regierung zugunsten der Familie und der Unternehmen, sowie der Arbeitsmarktreform zu verdanken.

Um der italienischen Wirtschaft neue Impulse zu verleihen, seien weitere Schritte zur Entbürokratisierung sowie zur Förderung des menschlichen Kapitals notwendig. Weniger Bürokratie und die Förderung der Digitalisierung könnten Italien Wachstum im Umfang von 16 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) bescheren, was 230 Mrd. Euro entspreche.
Confcommercio hob hervor, dass Italien in den Krisenjahren zwischen 2008 und 2014 8,2 Prozent des BIP verloren habe. In Süditalien betrug der BIP-Rückgang sogar 11,9 Prozent, im industriereichen Nord-Westen circa 7,1 Prozent.
Trotz eines Wirtschaftswachstums von 0,8 Prozent 2015 ist Italien weiterhin mit den negativen Folgen der langen Rezession konfrontiert. "Wir sind noch nicht aus der Post-Krisenphase heraus. Wir erleben eine entscheidende Phase, einen Wendepunkt. Wir müssen die heutige Schwäche überwinden", kommentierte Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan. Italiens Wachstum werde nicht wie erhofft von der globalen Wirtschaft gestützt, die aus verschiedenen Gründen weniger wachse als vermutet.
"Ein Gefühl der Verunsicherung beherrscht die Märkte, die wissen wollen, in welche Richtung wir schreiten", sagte Padoan. Es bestehe das Bedürfnis nach einer europäischen Leadership, die den Weg des Wachstums weise. "Europa benötigt ein enges Zusammenspiel zwischen Brüssel und den einzelnen Staaten für den Neustart des Binnenmarkts. Dabei muss vor allem auf Innovation gesetzt werden", erklärte der Minister.
Die Regierung in Rom sei stark bemüht, die hohe Verschuldung zu reduzieren. Bisher seien im Rahmen der "Spending Review" bereits öffentliche Ausgaben in Höhe von 25 Milliarden Euro gestrichen worden. "Wir haben in diesen Jahren viel gekürzt. Es ist jetzt schwierig, die Ausgaben noch mehr zu reduzieren", erklärte Padoan. Er wies die Behauptung von Regierungskritikern zurück, laut denen die "Spending Review", die Strategie der Regierung für die gründliche Überprüfung sämtlicher öffentlicher Ausgaben, zwar immer wieder angekündigt wurde, aber bis jetzt nur eine leere Versprechung geblieben sei.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

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EU prüft Dumping-Vorwürfe gegen E-Bike-Hersteller aus China

Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

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Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch