Italiens Förderbank CDP könnte bei Alitalia einsteigen

Rom - Der italienische Staat könnte in Zukunft eine Rolle bei der Alitalia spielen. Während die Regierung vor Beginn exklusiver Verhandlungen mit der Lufthansa über die marode italienische Airline steht, kursieren Gerüchte über einen Einstieg der staatlichen Förderbank CDP in eine neue Gesellschaft unter Lufthansa-Führung, berichtet die Tageszeitung "La Repubblica".

Mit einem Einstieg der CDP könnte der italienische Staat bei der künftigen Strategie mitreden. Die Regierung will einen zu drastischen Jobabbau bei der Alitalia vermeiden, die derzeit rund 11.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Gewerkschaften beobachten besorgt den bevorstehenden Start der exklusiven Verhandlungen zwischen Regierung und Lufthansa. Die Pilotengewerkschaft ANP forderte, dass es zu einer "Hochzeit" zwischen Alitalia und Lufthansa und nicht zu einem Verkauf komme.

Deutschlands größte Fluggesellschaft hatte Mitte Oktober mitgeteilt, sie habe ein Angebot für Teile von Alitalia zum Aufbau einer neu strukturierten Fluggesellschaft eingereicht. Den Presseberichten zufolge ist die AUA-Mutter bereit, 300 Mio. Euro auf den Tisch zu legen - die Regierung in Rom hoffe allerdings auf 500 Mio. Euro.

Den Berichten zufolge will Lufthansa rund 2.000 Stellen streichen, etwa ein Viertel des fliegenden Personals. Zudem dränge der Konzern auf die Streichung von Privilegien - so haben Mitarbeiter das Recht, in Rom zu wohnen, auch wenn sie in Mailand stationiert sind, die Anfahrtzeiten werden als Arbeitszeit gewertet.

Zu den Bietern gehört nach eigenen Angaben vom Oktober auch der britische Billigflieger Easyjet, der aber wie die Lufthansa auch nur an Teilen "einer restrukturierten Alitalia" interessiert ist.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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