Italiens Bankenrettungsfonds "Atlante" kümmert sich um ersten Fall

Der neue italienische Bankenrettungsfonds Atlante steht vor seiner ersten Bewährungsprobe: Die angeschlagene Banca Popolare di Vicenza strebt eine Geldspritze in Milliardenhöhe an. Grund dafür sei die schwache Nachfrage bei der Kapitalerhöhung, erklärte das achtgrößte Institut des Landes am Mittwoch. Investoren zufolge dürfte etwa eine Milliarde Euro nicht gezeichnet werden.

Hier könnte nun Atlante einspringen, der erst vergangene Woche gestartet und mit etwa 4 Mrd. Euro ausgestattet ist. Bei dem aktuellen Kaufpreis von 0,10 Euro je Aktie würde Atlante etwa zwei Drittel an Vicenza halten.

Der Fonds stellt mehrere Bedingungen für seine Hilfe. So muss mindestens ein Viertel des Aktienkapitals an der Mailänder Börse gehandelt werden. Zudem will Atlante verhindern, es ein Pflichtangebot für die restlichen Anteile abgeben muss.

Italiens Banken sitzen auf faulen Krediten von rund 360 Mrd. Euro. Das ist ein Drittel aller ausfallgefährdeten Darlehen in Europa. Der Bankensektor hatte 2014 beim großen Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) am schlechtesten abgeschnitten.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab