Italienischer Energiekonzern Eni warnt vor Ölpreis von 200 Dollar

Der Chef des italienischen Energiekonzerns Eni hat vor einem Anstieg der Ölpreise auf 200 Dollar (173 Euro) gewarnt und die OPEC zum Eingreifen aufgefordert. Wenn die Investitionen in neue Projekte wegen des aktuellen Preisverfalls deutlich gesenkt würden, werde in vier bis fünf Jahren nicht mehr genügend gefördert, sagte Claudio Descalzi am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Der Ölpreis könnte deswegen auf 200 Dollar je Fass steigen, warnte Descalzi in einem Interview mit Reuters TV.

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatte im November beschlossen, trotz des Preisverfalls ihre Produktion nicht zu drosseln. Die Energiekonzerne leiden unter einem Überangebot von Öl, unter anderem wegen des Schiefergas-Booms in den USA. Seit Juni sind die Ölpreise um fast 60 Prozent auf unter 50 Dollar je Barrel gefallen. Nach Descalzis Ansicht ist deswegen die OPEC gefragt. "Wir brauchen Stabilität. Die OPEC ist wie eine Zentralbank für Öl." Sie müsse die Preise stabilisieren, damit die Firmen normal investieren können, sagte der Chef des Agip-Mutterkonzerns.

Auch der französische Konkurrent Total warnte, dass eine Reduktion der Investitionen zum Problem werden könnte. Die Kapazität von Förderstätten in der ganzen Welt nehme jährlich um fünf Prozent ab, sagte Konzernchef Patrick Pouyanne. Bis zum Jahr 2030 werde deswegen die Hälfte der Produktion ausfallen. Um dies auszugleichen, müsse viel Geld investiert werden. "Die Preise werden wieder steigen", sagte der Manager.

Auch OPEC-Generalsekretär Abdullah al-Badri prognostizierte, der Ölpreis werde wieder zulegen. "Wir kommen sehr bald wieder auf das normale Niveau." Wenn die OPEC-Länder die Produktion gedrosselt hätten, wären andere Staaten eingesprungen und hätten mehr Öl auf den Markt gebracht, sagte er in Davos. Die OPEC wäre dann gezwungen gewesen, erneut weniger zu fördern.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte