Italien will Kohleausstieg zwischen 2025 und 2030 schaffen

Rom (APA/dpa) - Italien will zwischen 2025 und 2030 aus der Kohlekraft aussteigen. "Das politische Ziel ist es, die Kohlekraft bis 2025 auslaufen zu lassen", sagte der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Carlo Calenda, laut der Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag in Rom.

Dies solle in die nationale Energiestrategie einfließen, die am 10. November veröffentlicht werden soll. Deren aktueller Entwurf nennt allerdings noch 2030 als Zieljahr.

Italien hat derzeit neun Kohlekraftwerke. Für fünf davon gibt es bereits Pläne zur Abschaltung. Der Entwurf der Energiestrategie veranschlagt zum Ausgleich notwendige Investitionen von 2,3 bis 2,7 Mrd. Euro, auch in den Aufbau von Gaskraftwerken. Calenda sagte, ein Kohleausstieg bis 2025 könne nur erreicht werden, wenn Städte und Landkreise gleichzeitig notwendige Genehmigungen für neue Energieprojekte erteilten.

Umweltschützer in Deutschland reagierten erfreut auf die Ankündigung und riefen die künftige deutsche Bundesregierung auf, dem Beispiel Italiens zu folgen. Das Land beschließe den Kohlausstieg, während in Deutschland "die Politiker erst noch klären (müssen), ob sich eine künftige Jamaika-Bundesregierung ernsthaft um das Pariser Klimaschutzabkommen scheren wird", sagte Jan Kowalzig von Oxfam Deutschland. Der Zeitraum und die Kosten eines verbindlichen Ausstiegs aus der Energieerzeugung mit Kohle gehören hierzulande zu den umstrittensten energiepolitischen Themen.

Frankfurt (APA/dpa) - Kunden des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa drohen die ersten Streiks seit Frühjahr vergangenen Jahres. Im Tarifkonflikt um die rund 1.000 Flugbegleiter bei der Billigtochter Eurowings sind die Fronten so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet.
 

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Verdi droht mit Streiks bei Eurowings - "Jederzeit denkbar"

Peking (APA/Reuters) - In die Bemühungen um ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA kommt wieder Bewegung. Die Führung in Peking lieferte US-Regierungskreisen zufolge eine schriftliche Antwort auf die Forderung nach weitreichenden Änderungen in der Handelspolitik.
 

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Wieder Bewegung im Handelsstreit zwischen China und USA

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere war heute, Donnerstag, am 64. Tag des Verfahrens, wieder die Causa Buwog und Linzer Terminal Tower dran. Für Protokollberichtigungsanträge der Verteidiger zu diesen Themen mussten alle Angeklagten dieser Causa, also auch Grasser, wieder vor Gericht erscheinen.
 

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Grasser-Prozess - Protokolle: Vom "Zahlenhecht" zum "Zahlenknecht"