Italien investiert in die Sicherheit seiner Kunstschätze

Nach den Anschlägen in Brüssel investiert Italien in die Sicherheit seiner Monumente. 300 Millionen Euro will die Regierung in Rom bis 2018 locker machen, um die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Kolosseum, die Uffizien, die archäologischen Ausgrabungen von Pompeji bei Neapel und der Pinakothek von Brera zu erhöhen, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Dienstag.

20 Monumente in Italien gelten als besonders gefährdet. Zu ihnen zählen unter anderem die Galleria dell'Accademia in Venedig, das Schloss der süditalienischen Stadt Caserta und das Museum Capodimonte in Neapel. Das Kulturministerium arbeitet an einer Liste von insgesamt 150 Stätten, für die die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden sollen.
Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden bereits an Ostern für die Uffizien ergriffen. "Unser Museum wird täglich von Tausenden Personen besucht. Allein an Ostersonntag haben rund 8.000 Menschen die Uffizien besucht, 7.100 besichtigten die Boboli-Gärten. Natürlich müssen die Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau sein", berichtete Uffizien-Direktor Eike Schmidt.
Zum Schutz des meistbesuchten italienischen Museums will Schmidt verstärkt auf Metalldetektoren, Videoanlagen und Panzerglas setzen. Auch mehr Sicherheitspersonal soll die Uffizien bewachen, die jährlich von zwei Millionen Menschen besucht werden. Das Personal darf nur mit Sicherheitsausweis das Museum betreten.

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