Italien friert vorerst Pläne für Bad Bank ein

Die italienische Regierung will vorerst nach Informationen aus Regierungskreisen auf Pläne für eine staatlich gestützte Bad Bank verzichten. Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan äußerte im Gespräch mit Topbankern die Sorge, dass eine Bad Bank, die italienische Geldhäuser beim Abbau fauler Kredite unterstützen soll, auf Widerstand in Brüssel stoßen könnte, so die Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore".

Padoan berichtete, die Regierung von Premier Matteo Renzi erwäge Maßnahmen, um Banken zu unterstützen, ihre notleidenden Kredite zurückzuerhalten. Eine spanische Lösung wurde von der Bankenvereinigung ABI entschieden abgelehnt. "Wir wollen keine Geschenke", sagte ABI-Präsident Antonio Patuelli.

Immer mehr Wirtschaftsexperten und Bankenmanager würden eine Bad Bank als realistischen Weg für Geldhäuser sehen, notleidende Kredite auszulagern, berichtete das Blatt. Diese haben im Jänner 2015 ein Rekordhoch von 185 Mrd. Euro erreicht. Vor Beginn der Krise lagen sie 2007 noch bei 45 Mrd. Euro. Von 100 Euro, die italienische Banken Privatkunden leihen, drohen 18 Euro nicht mehr, nur teilweise oder mit großer Verspätung zurückgezahlt zu werden.

Insgesamt 76 Mrd. Euro haben Italiens Geldhäuser bereits auf besonders risikoreiche Kredite abgeschrieben. Zum Teil handelten sie auf Druck der italienischen Notenbank, die den Instituten seit Ende 2012 mehr Eigenkapital als Sicherheitsnetz für ihre Altlasten vorschreibt. Vor allem Genossenschaftsbanken sind nach Einschätzung des auf faule Kredite spezialisierten Finanzkonzerns Primus Partners wegen fauler Kredite unter Druck geraten.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen