Italien korrigiert Staatsdefizit nach oben - Bankenrettung kostet

Roseau/Rom (APA/Reuters) - Das italienische Budgetdefizit ist im Vorjahr wegen der Rettung zweier Banken höher ausgefallen als bisher angenommen. Es lag bei 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom mitteilte. Die Behörde revidierte damit Angaben vom März, die 1,9 Prozent ergaben. Dennoch liegt der Wert unter jenem des Jahres 2016 (2,5 Prozent) und der EU-Obergrenze.

Notwendig wurde die Korrektur durch die Rettung zweier Banken in der Region Venetien durch Staatshilfen. Dem europäischen Statistikamt zufolge erhöhte sich das Defizit dadurch um 4,7 Milliarden Euro. Auch die Rettung der toskanischen Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena spiegelt sich in den neuen Zahlen nun vollständig wider.

Die scheidende Regierung von Ministerpräsident Paolo Gentiloni strebt für das laufende Jahr eine Neuverschuldung von 1,6 Prozent an. Die bei der Parlamentswahl im März gestärkte Fünf-Sterne-Bewegung und die rechte Lega haben Steuersenkungen und höhere Sozialausgaben versprochen, was das Defizit hoch treiben würde. Am heutigen Mittwoch beginnt Staatspräsident Sergio Mattarella die Konsultationen zur Regierungsbildung.

Italien gehört zu den am höchsten verschuldeten Industriestaaten. Der Schuldenberg entsprach 2017 rund 131,8 Prozent des BIP, mehr als doppelt so viel wie nach den EU-Regeln erlaubt.

Ense (APA/dpa) - Neue Hoffnung für den von der Schließung bedrohten Kettcar-Hersteller Kettler: In letzter Minute ist es dem Unternehmen am Freitag gelungen, eine Zwischenfinanzierung von der Heinz-Kettler-Stiftung zu erhalten. Damit kann das Unternehmen die Suche nach potenziellen Investoren fortsetzen.
 

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Neue Hoffnung für Kettcar-Hersteller Kettler

Wien (APA) - Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat in mehreren Zeitungsinterviews am Wochenende Kritik an der Regierung geübt. Beim 12-Stunden-Tag bemängelte er die überhastete Umsetzung ohne Einbindung relevanter Gesprächspartner. Unzufrieden ist er auch mit der Behördenpraxis bei der Abschiebung von gut integrierten Menschen und Familien aus Österreich.
 

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Van der Bellen kritisiert überhastete Umsetzung des 12-Stunden-Tags

New York (APA/dpa) - Das traditionsreiche US-Wirtschaftsblatt "Fortune" wechselt zum zweiten Mal in diesem Jahr den Besitzer. Man habe sich mit dem thailändischen Geschäftsmann Chatchaval Jiaravanon auf einen Kaufpreis in Höhe von 150 Millionen Dollar (123 Mio Euro) in bar geeinigt, teilte die Eigentümergesellschaft Meredith Corporation am Freitag mit. Der Verkauf solle bis Ende 2018 abgeschlossen werden.
 

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Thailändischer Geschäftsmann kauft US-Magazin "Fortune"