Italien vor Fusion im Mobilfunkbereich: 3 Italia soll Wind schlucken

Rom - Angesichts stark schrumpfender Umsätze im Mobilfunkgeschäft bahnt sich in Italien eine Fusion auf dem Telekommarkt an. Der Mobilfunkbetreiber Wind im Besitz der russischen Vimpelcom, und 3 Italia, Tochter der chinesischen H3G (Hutchison), wollen fusionieren.

Dadurch würde ein Telekomriese mit einem Marktanteil von 30 Prozent entstehen, der direkt mit den Spitzenreitern Telecom Italia und Vodafone konkurrieren würde.

Laut italienischen Medienberichten sollte aus der Fusion eine neue Gesellschaft entstehen, an dem H3G im Besitz des Magnaten aus Hongkong Li Ka-shing einen 51-prozentigen Anteil übernehmen würde. Der Rest soll Vimpelcom kontrollieren, der Wind 2010 um 6,8 Mrd. Euro übernommen hatte.

Die Fusion der beiden Mobilfunkbetreiber war in den vergangenen Jahren an der Verschuldung von Wind gescheitert. Wind konnte zuletzt die Schulden teilweise abbauen, diese betragen jedoch immer noch 10 Mrd. Euro. Um die Verschuldung abzubauen, hat Wind kürzlich 7.000 Sendemaste an Spaniens Konzern Abertis verkauft.

Im italienischen Telekommunikationswesen ist kaum jemandem die schwere Krise erspart geblieben. Die vergangenen Jahren waren von Umsatzrückgängen geprägt. Der Marktanteil des Ex-Monopolisten Telecom Italia im Bereich Breitbanddienste sank unter die Schwelle von 50 Prozent.

Telecom Italias Marktanteil im Mobilfunkbereich fiel von 33,1 Prozent auf 32,2 Prozent. Vodafones Marktanteil sank von 30,2 auf 29,4 Prozent. Davon profitierten kleinere Konkurrenten wie Wind, der den Anteil von 22,3 auf 23 Prozent aufstocken konnte, sowie 3 Italia, dem ein Wachstum von 9,8 auf 10 Prozent gelang.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los