IT-Firma Cap Gemini will US-Geschäft mit Zukauf stark ausweiten

Paris - Die französische IT-Firma Cap Gemini will für 4 Mrd. Dollar (3,7 Mrd. Euro) in bar den US-Rivalen IGATE kaufen. Damit werde Nordamerika zum wichtigsten Markt und nach der Transaktion für 30 Prozent der dann in diesem Jahr erwarteten Gesamteinnahmen von 12,5 Mrd. Euro stehen, teilte Cap Gemini am Montag mit. Der Umsatz der Region könne durch den Deal um ein Drittel erhöht werden.

Widerstand ist zunächst nicht in Sicht: Die Franzosen haben nach eigenen Angaben bereits die Unterstützung von IGATE-Aktionären, die zusammen mehr als die Hälfte des Kapitals stellen.

IGATE ist ein IT-Service-Anbieter mit Schwerpunkten im Finanzbereich und im Einzelhandel. Cap Gemini bietet 48 Dollar je Aktie. IGATE-Papiere hatten den Handel an der Technologiebörse Nasdaq am Freitagabend bei 45,85 Dollar beendet. Die Amerikaner kamen 2014 auf einen Umsatz von 1,3 Mrd. Dollar und eine Marge im operativen Geschäft von 19 Prozent.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma