Israel begrenzt Gehälter von Bankmanagern auf 600.000 Euro

Israel deckelt per Gesetz die Gehälter von Bankmanagern. Das Parlament verabschiedete am späten Montagabend ein Gesetz, wonach das Jahresgehalt eines Bankmanagers auf 2,5 Millionen Schekel (rund 583.000 Euro) begrenzt wird. Bankchefs dürfen demnach künftig höchstens 35-mal mehr verdienen als der am niedrigsten bezahlte Mitarbeiter ihres Unternehmens.

Das neue Gesetz gilt im internationalen Vergleich als besonders streng. Es wurde mit 56 Stimmen und ohne Gegenstimmen von der Knesset angenommen, der 120 Parlamentarier angehören. Der israelische Bankenverband kündigte an, die Aussichten einer Verfassungsklage vor dem Obersten Gerichtshof des Landes zu prüfen, gab am Dienstag zunächst aber keine offizielle Stellungnahme ab.
Das Vorhaben wurde von Finanzminister Mosche Kachlon vorangetrieben und war ein Wahlversprechen seiner sozialkonservativen Kulanu-Partei. Der wirtschaftsliberale Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte ihm dafür bei den Koalitionsverhandlungen freie Hand gegeben. In einem Radio-Interview erklärte Netanjahus Bürochef Eli Groner vergangene Woche, es sei nicht beabsichtigt, die Begrenzung der Spitzengehälter auf andere Unternehmensbereiche auszudehnen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma