Island will nicht mehr in die EU

Island hat seinen Antrag auf einen Beitritt zur Europäischen Union zurückgezogen. Dies habe die Regierung der lettischen EU-Ratspräsidentschaft mitgeteilt, erklärte das Außenministerium am Donnerstag. Sie löste damit ein Versprechen aus dem Wahlkampf vor zwei Jahren ein.

Der Inselstaat mit seinen 325.000 Einwohnern war 2008 durch den Kollaps dreier Banken mit voller Wucht von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise erfasst worden. Danach wuchs der Wunsch nach einem EU-Beitritt. 2009 wurden Verhandlungen über eine Mitgliedschaft aufgenommen. Sie lagen aber seit 2013 auf Eis. Denn mit der Wahl der EU-skeptischen Regierung sank auch in der Bevölkerung die Unterstützung für einen Beitritt.

Island hat im vergangenen Jahr erstmals wieder mehr erwirtschaftet als vor der Finanzkrise 2008. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag inflationsbereinigt bei umgerechnet rund 8,33 Milliarden Euro (1,232 Billionen Island-Kronen), wie das staatliche Statistikamt am Dienstag mitteilte. Im Jahr 2008 waren es 8,27 Milliarden Euro (1,224 Billionen Kronen).

Damals kollabierten drei Banken und brachten den Inselstaat im Nordatlantik an den Rand der Staatspleite. Die Finanzkrise stürzte das Land in eine tiefe Rezession. Trotz der jüngsten Erholung wirkt die Krise weiter nach. So steht noch eine Einigung im Schuldenstreit mit den ausländischen Gläubigern der bankrotten Banken aus. Erst dann können die damals eingeführten Kapitalverkehrskontrollen aufgehoben werden.

Waterloo (APA/Reuters) - Der frühere Smartphone-Pionier Blackberry treibt seinen Umbau zum Softwarekonzern mit dem Kauf des Cyber-Sicherheitsspezialisten Cylance voran. Das kalifornische Unternehmen werde für 1,4 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro) in bar übernommen, kündigte der kanadische Konzern am Freitag an.
 

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Blackberry erwirbt in Milliardendeal Cyber-Sicherheitsfirma

Wolfsburg (APA/Reuters) - VW-Konzernchef Herbert Diess wird nach Informationen eines Insiders im kommenden Jahr die Leitung des wichtigen China-Geschäfts selbst übernehmen. Diess werde Anfang nächsten Jahres den derzeitigen China-Chef Jochem Heizmann ablösen, wenn dieser in Ruhestand gehe, sagte eine Person mit Kenntnis der Beratungen am Freitag.
 

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VW-Chef Diess leitet künftig China-Geschäft

Berlin/Barcelona (APA/Reuters) - Der Finanzchef des US-Mobilfunkers T-Mobile US, J. Braxton Carter, erwartet die Genehmigung für den Zusammenschluss mit dem kleineren Rivalen Sprint im zweiten Quartal. Es gebe aber auch noch die Chance, dass es bereits im ersten Quartal gelinge, sagte Carter am Freitag auf einer Konferenz in Barcelona.
 

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T-Mobile-US-Finanzchef rechnet mit Sprint-Deal im zweiten Quartal