IS - UN-Hochkommissar fordert Ende der Konflikte in Syrien und Irak

Genf/Bagdad (APA/dpa/Reuters) - Der neue UN-Hochkommissar für Menschenrechte hat der internationalen Gemeinschaft vorgeworfen, zu wenig gegen das Blutvergießen in Syrien, im Irak und anderen Konfliktregionen zu tun. Bei der Eröffnung der Herbstsitzung des UN-Menschenrechtsrates forderte Prinz Zaid Raad al-Hussein am Montag in Genf entschlossenere Maßnahmen, um bewaffnete Konflikte zu beenden.
Die Staatengemeinschaft müsse dafür sorgen, dass Verantwortliche für Kriegsverbrechen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, erklärte der jordanische Prinz in seiner ersten Rede als UN-Hochkommissar vor dem Menschenrechtsrat. Er hatte das Amt am 1. September von der Südafrikanerin Navi Pillay übernommen.

Eine Folge der immer stärker miteinander verflochtenen Konflikte in Syrien und im Irak sei das Erstarken der radikal-islamischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS), beklagte Hussein. "Das Ausmaß ihrer brutalen Gewalt gegen ethnische und religiöse Gruppen ist in jüngster Zeit beispiellos", sagte er. Die Welt müsse Frauen und Kinder, ethnische und religiöse Gruppen, die von den IS-Jihadisten verfolgt werden, beschützen, sagte Hussein.
Die im Internet gezeigten Enthauptungen von Geiseln durch IS-Jihadisten zeigten, was die radikal-sunnitische Terrormiliz anstrebe, nämlich "die Vernichtung all jener Muslime sowie der Christen, Juden und aller anderen, die etwas anderes glauben als sie - insgesamt der Rest der Menschheit".

Allein im Syrien-Konflikt seien bereits mehr als 190.000 Menschen getötet worden, drei Millionen Syrer seien ins Ausland geflohen, während sich 6,5 Millionen Vertriebene im eigenen Land befänden. Auch in anderen Krisenregionen - wie in der Ukraine, in Libyen, in der Zentralafrikanischen Republik oder im Südsudan - gelte es, brutale Angriffe gegen die Zivilbevölkerung zu unterbinden, forderte der UN-Hochkommissar.
Im Osten der Ukraine sei die Zahl der Getöteten seit Mitte April auf mindestens 3.000 gestiegen. Die Lage in der Ukraine und die Spannungen mit Russland gehören laut Hussein zu den Schwerpunktthemen der 27. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats, die bis zum 26. September dauert.

Der neue UN-Hochkommissar beklagte auch die hohen Verluste an Menschenleben und die Zerstörungen durch den jüngsten bewaffneten Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Nach vorläufigen Erhebungen seien dabei im Gazastreifen 2.131 Palästinenser getötet worden, unter ihnen 1.473 Zivilisten und davon wiederum 501 Kinder. Zugleich seien 71 Israelis getötet worden, unter ihnen vier Zivilisten.
Auch die Palästinenser im Gazastreifen, im Westjordanland sowie in Ostjerusalem hätten jedes Recht auf ein Leben in Würde ohne militärische Besatzung, Gewalt und ständige Verletzungen ihrer Menschenrechte, sagte der Jordanier. Zugleich erklärte er, dass die "Israelis ein Recht darauf haben, frei und geschützt vor Raketenangriffen zu leben".

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne