IS - In Österreich derzeit 60 Syrien-Rückkehrer unter Beobachtung

Wien (APA) - In Österreich stehen aktuell 60 Personen in Zusammenhang mit Kämpfen im Bürgerkriegsland Syrien unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Dabei handle es sich um Personen, die "in Syrien waren und sich dort zum Teil an kämpferischen Handlungen beteiligten", sagte Innenministeriumssprecher Alexander Marakovits am Montag der APA. Deshalb stünden sie nun "entsprechend unter Beobachtung".
Im Osten Syriens und im krisenerschütterten Irak hat die jihadistische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weite Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. Laut Innenministerium gingen bereits über 140 Österreicher als Jihadisten ins Ausland. Die Tötung von insgesamt 20 Personen davon konnte das Innenministerium bisher verifizieren und bestätigten.

Zum Fall des mutmaßlichen Österreichers, der sich auf Facebook Abdulwahab nannte und am Samstag in Syrien ums Leben gekommen sein soll, kann das Innenministerium bisher keine Angaben machen. Ob es sich bei dem angeblichen Freund des österreichischen IS-Anhängers Firas H. um einen Österreicher handelt und ob jener tatsächlich gestorben ist, konnte von den Behörden bisher weder bestätigt noch dementiert werden.
Abdulwahab solle gefallen sein, hatte H. am Samstag auf seiner Facebookseite gepostet. "Zusammen waren wir in Wien und zusammen im Islamischen Staat." Auf das Posting reagierten andere Nutzer und bestätigten H. den Tod von Abdulwahab.

Für das Innenministerium sei es jedoch "sehr schwierig" derartige übers Internet verbreitete Informationen zu verifizieren und mit den Behörden in einer Krisenregion zusammenzuarbeiten, erklärte Marakovits. Die österreichischen Behörden ermittelten jedenfalls weiter zu dem Fall.
Um die Ausreise von weiteren mutmaßlichen Jihadisten aus Österreich zu verhindern, bräuchten die Behörden "konkrete Hinweise". In Folge würden "entsprechende Maßnahmen" eingeleitet, um diese Personen an der Ausreise zu hindern. Dabei spielt laut Marakovits der Zeitfaktor eine große Rolle. Es sei wichtig derartige Informationen rechtzeitig zu bekommen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne