Irland kritisierte IT-Steuerpläne der großen Euro-Länder

Tallinn (APA/Reuters) - In der EU bahnt sich ein Streit über die Besteuerung von IT-Unternehmen an. Der irische Ministerpräsident Leo Varadkar wies heute, Freitag, am Rande des informellen EU-Digitalisierungsgipfels in Tallinn Vorschläge für eine stärkere europaweite Regulierung zurück. "Wenn wir mehr Innovation haben wollen, ist die Lösung nicht 'mehr Steuer und mehr Regulierung'", sagte Varadkar.

Der Politiker reagierte damit auf gemeinsame Vorschläge von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, die eine gemeinsame Regulierung und auch Steuervorschriften für IT-Konzerne in der EU gefordert hatten. Etliche Länder, die in der IT-Technik fortgeschritten seien wie etwa die skandinavischen Ländern unterstützten Irland in dieser Position, sagte Varadkar.

Die Regierungen der großen Euro-Länder werfen gerade Irland dagegen vor, Unternehmen mit dem Versprechen besonders niedriger Steuersätze und einer schwachen Regulierung anlocken zu wollen und dadurch für einen unfairen Wettbewerb im EU-Binnenmarkt zu sorgen, den etwa amerikanischen Konzerne nutzten.

Europäische Politiker werfen US-Unternehmen vor, in der EU nicht genügend Steuern zu zahlen. Stattdessen würden die Gewinne in Länder wie Irland und Luxemburg umgeleitet, die sehr niedrige Steuersätze haben. Häufig weisen die Firmen trotz boomender Geschäfte sogar rote Zahlen aus, indem sie komplexe Geschäfts- und Steuerstrukturen für sich nutzen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro