Iran will trotz US-Sanktionen so viel Öl wie möglich verkaufen

London (APA/Reuters) - Der Iran befürchtet wirtschaftliche Belastungen durch die US-Sanktionen und will diese durch den Verkauf von möglichst viel Öl abmildern. "Es wäre ein Fehler zu glauben, dass der US-Wirtschaftskrieg gegen den Iran keine Auswirkungen haben wird", sagte Vizepräsident Eshaq Jahangiri am Dienstag der Nachrichtenagentur Fars zufolge. Sein Land versuche aber, "so viel Öl zu verkaufen, wie wir können."

Die USA wollten die Verkäufe des Iran dagegen auf null reduzieren. Das Öl-Geschäft sei aber eine unverzichtbare Einnahmequelle für die Islamische Republik. Jahangiri zufolge haben das Außenministerium und die Zentralbank Maßnahmen ergriffen, um den heimischen Banken trotz der auch in diesem Bereich greifenden US-Sanktionen weiter Geschäfte zu ermöglichen. Details nannte er nicht.

Die USA sind aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran ausgetreten und haben die Sanktionen wieder verschärft. Die anderen Vertragsstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China und Russland sowie die EU halten an dem Abkommen fest. Zuletzt hatte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, in der "Bild"-Zeitung gefordert, dass die deutsche Bundesregierung auch die geplante Abhebung von mehreren Hundert Millionen Euro von iranischen Konten stoppt. Das Bundesfinanz- und das Außenministerium wollten sich dazu nicht äußern.

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