Iran rechnet nach Sanktionsende mit Verdoppelung seiner Ölexporte

Der Iran erwartet nach der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen eine Verdoppelung seiner Ölexporte. "Schon in den nächsten Monaten können wir wieder bis zu 2 Millionen Barrel pro Tag exportieren", sagte Vizepräsident Ishagh Dschahangiri am Dienstag laut der Nachrichtenagentur ISNA.

Wegen der Handelsbeschränkungen im Zusammenhang mit dem Atomstreit hatte der Iran in den letzten Jahren durchschnittlich nur eine Million Barrel Erdöl pro Tag ausgeführt. Der Ölexport ist die Haupteinnahmequelle des Landes.

Die Wirtschaftssanktionen gegen Teheran sollen nach einem für Mitte Dezember geplanten Abschlussbericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) endgültig aufgehoben werden. Es wird voraussichtlich noch bis zum März 2016 dauern, bis auch konkrete Geschäfte abgeschlossen werden können.

Die National Iranian Oil Company (NIOC) plant aber schon Mitte November eine internationale Öl- und Gas-Konferenz in Teheran. Dort können ausländische Firmen mit dem Iran Vorverträge im Öl- und Gassektor abschließen. NIOC-Chef Rokneddin Dschawadi hofft, dass auch zahlreiche deutsche Firmen an dem Treffen teilnehmen werden. Laut Dschawadi begrüßt der Iran auch eine Zusammenarbeit mit Deutschland bei der Ausbildung iranischer Facharbeiter.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab