Iran fordert von OPEC Unterstützung für höhere Ölproduktion

Ankara - Der Iran hat von der Organisation erdölexportierender Ländern (OPEC) Unterstützung bei seiner geplanten Ausweitung der Ölproduktion nach einer Aufhebung von westlichen Sanktionen gefordert. Von den OPEC-Mitgliedern werde erwartet, den Weg dafür zu ebnen, sagte der iranische Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh am Dienstag der Nachrichtenagentur Irna.

Der Iran will seine Ölexporte um eine Million Barrel am Tag erhöhen, wenn eine Einigung im Atomstreit erzielt wurde und die Strafmaßnahmen beendet wurden. Bisher hat allerdings kein OPEC-Land die Bereitschaft signalisiert, die eigene Öl-Produktion dafür zurückzufahren.

Die Strafmaßnahmen der Europäischen Union und der USA haben die Ölexporte des Irans seit 2012 auf rund eine Million Barrel pro Tag mehr als halbiert. Der einst zweitgrößte Öl-Exporteur der OPEC nach Saudi-Arabien braucht dem zukünftigen Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge nach einem Atom-Abkommen aber bis zu fünf Jahre, um die Produktion wieder deutlich zu steigern. Grund dafür sei die mangelhafte Wartung der Ölanlagen wegen der Sanktionen.

Die Atomgespräche mit dem Iran laufen seit Jahren. Seit Anfang April stehen die Eckpunkte einer Einigung der islamischen Republik mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland. Viele Einzelheiten sind noch offen. Sie sollen bis Ende Juni geklärt werden. Der Westen befürchtet, dass der Iran heimlich nach Atomwaffen strebt. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

Paris/Toulouse (APA/Reuters) - Laut Branchenkreisen könnte der europäische Luftfahrtkonzern Airbus künftig weniger Großraumflugzeuge vom Typ A380 bauen. Derzeit werde geprüft, ob die Produktion bis auf sechs Maschinen pro Jahr gesenkt werden könnte, ließ Airbus den Insidern zufolge einige Zulieferer wissen. Schon 2018 will Airbus nur noch zwölf und 2019 nur noch acht Jets dieses Typs herstellen.
 

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Kreise - Airbus könnte A380-Produktion drosseln

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Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Finanzminister Peter Altmaier (CDU) und vier seiner europäischen Amtskollegen haben die US-Regierung vor den negativen Folgen ihrer geplanten Steuerreform gewarnt. Die Minister aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien befürchten eine Benachteiligung ausländischer Firmen.
 

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Fünf EU-Finanzminister warnen vor US-Steuerreform