Iran führt festen Wechselkurs zum US-Dollar ein

Teheran (APA/AFP) - Die iranische Regierung hat einen festen Wechselkurs zum US-Dollar eingeführt, um den weiteren Fall des Rial zu stoppen. Ab Dienstag liegt der Wert eines Dollar bei 42.000 Rial, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna meldete.

Der iranische Rial war in den vergangenen Wochen mehrmals dramatisch abgewertet worden, vor allem wegen Spekulationen über einen möglichen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit Teheran.

Die Entscheidung wurde bei einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts am Montagabend getroffen. Anschließend gab Vize-Präsident Ishagh Jahangiri (Eschagh Dschahangiri) den Kurs bekannt. Zu diesem werde die iranische Zentralbank den Devisenbedarf der Bevölkerung sicherstellen, zudem würden Wechselbüros unter Kontrolle der Zentralbank gestellt.

Ab Dienstag werde jeder andere Wechselkurs als "Schmuggel" betrachtet, zitierte Irna den Vize-Präsidenten. Er warnte, in einem solchen Fall würden Justiz- und Sicherheitsbehörden einschreiten.

Im Oktober lag der Rial noch bei rund 40.000 im Vergleich zum US-Dollar und wurde seitdem kontinuierlich abgewertet. Am Montagabend wurde ein Dollar auf dem freien Markt für 58.650 Rial gehandelt.

US-Präsident Donald Trump hat gedroht, dass sein Land sich aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückzieht. In diesem Fall gilt es als wahrscheinlich, dass er derzeit suspendierte Wirtschaftssanktionen gegen den Iran reaktivieren würde. Analysten zufolge haben viele Iraner deswegen in der Hoffnung Dollar gehortet, diese bei einem weiteren Währungsverfall des Rial gewinnbringend wieder zu verkaufen.

Wichtigstes Ziel eines festen Wechselkurses ist es, Wechselkursschwankungen und die damit verbundenen Risiken und Kosten auszuschalten und so den Außenhandel zu fördern.

Hongkong/Washington (APA/AFP) - Die kritischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Notenbank Fed haben im asiatischen Börsenhandel den Dollar unter Druck gesetzt. Der japanische Yen legte am Dienstag gegenüber der US-Währung zu und stand bei einem Kurs von 109,9 zum Dollar. Auch der Euro und das britische Pfund profitierten ebenso wie die Währungen von Südkorea, Indonesien und Australien von Trumps Äußerungen.
 

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Trumps Äußerungen zur Fed setzen den Dollar unter Druck

Berlin (APA/AFP) - Mehrere energieintensive Branchen in Deutschland haben in einem gemeinsamen Positionspapier einen Ausgleich für steigende Stromkosten infolge des Kohleausstiegs gefordert. Das "Handelsblatt" zitierte am Dienstag aus einem Papier von Vertretern der Branchen Stahl, Metalle, Papier, Baustoffe, Glas und Chemie, die Ausgleichsmaßnahmen fordern.
 

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DE-Kohleausstieg - Energieintensive Branchen wollen Ausgleich

Berlin (APA/dpa) - Beschäftigte in Ostdeutschland arbeiten weiterhin länger als im Westen - und verdienen weniger. Im vergangenen Jahr leisteten Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt 1.279 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1.346 Stunden, also 67 mehr. Wird Berlin dem Westen zugerechnet, sind es im Osten 75 Stunden mehr.
 

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Ostdeutsche arbeiten weiter länger als Westdeutsche