Iran: US-Sanktionen sind "nackte Wirtschaftsaggression"

Den Haag (APA/dpa) - Die erneuten Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran sind nach Ansicht der Regierung in Teheran illegal und Ausdruck einer aggressiven Politik. "Diese Politik ist nichts als nackte Wirtschaftsaggression gegen mein Land", sagte der Anwalt der Islamischen Republik Iran, Mohsen Mohebi, am Montag vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag.

Das höchste UN-Gericht verhandelte über eine Klage des Irans, wonach die US-Sanktionen gegen ein 1955 zwischen den USA und dem Iran geschlossenes Freundschaftsabkommen verstoßen. Der IGH soll die USA dazu verurteilen, die Sanktionen sofort zu beenden und der Regierung in Teheran einen Schadenersatz zuzusprechen. US-Präsident Donald Trump hatte das im Juli 2015 in Wien vom Iran mit den vier ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates sowie Deutschland vereinbarte Atomabkommen einseitig gekündigt.

Mohebi betonte, der Iran habe sich auch nach Auskunft der Internationalen Atombehörde an die Vorschriften des Atomabkommen gehalten. Die USA argumentierten mit "falschen Behauptungen und fabrizierten Beweisen", um "eine innenpolitische Agenda zu bedienen".

Die Sanktionen hätten "weitreichende Konsequenzen" für die iranische Wirtschaft. Sie seien auch Hindernisse für die Garantie von "gesundheitlicher Grundversorgung und Sicherheit". "Der Iran wird zweifellos den stärksten Widerstand gegen die Strangulation seiner Wirtschaft durch die USA leisten", sagte Mohebi.

Istanbul/Washington (APA/dpa) - "Ich habe keinerlei finanzielle Interessen in Saudi-Arabien", sagt Donald Trump. Als Privatperson und US-Präsident hat er aber kräftig von den Ölmilliarden aus Riad profitiert. Welche Auswirkungen hat das auf den Fall Khashoggi?
 

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"Große Geschäfte!" - Trumps USA und Riad verbinden Milliarden

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank tauscht die Führung ihrer Transaktionsbank aus. Stefan Hoops, bisher Co-Vertriebschef der Kapitalmarktsparte, trete die Nachfolge von John Gibbons an, bestätigte ein Banksprecher am Donnerstag. Gibbons verlasse die Bankenbranche. Finanzkreisen zufolge wechselt er zu einem Kunden der Bank. Hoops wird wie sein Vorgänger Gibbons an Investmentbank-Chef Garth Ritchie berichten.
 

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Deutsche Bank tauscht Chef der Transaktionsbank aus

Wien (APA) - Österreich und China wollen über eine Nachfolgeregelung zu sogenannten Soft Loans verhandeln. Soft Loans sind staatlich gestützte Kredite für Unternehmen, die in Entwicklungsländern aktiv werden. Seit 2012 stehen sie für Investitionen in China allerdings nicht mehr zur Verfügung, weil das Land die dafür vorgesehene Obergrenze beim Einkommen pro Kopf überschritten hat.
 

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Österreich und China verhandeln Nachfolgeinstrument zu Soft Loans