Investoren bleiben Österreich fern

Das Interesse von Investoren an Österreich ist heuer im ersten Halbjahr gesunken. Mit "nur 2,9 Mrd. Euro" hätten sich die passiven Direktinvestitionen "äußerst schwach" entwickelt, teilte die Oesterreichische Nationalbank heute, Dienstag, mit. Ausländische Investoren zogen laut OeNB rund 150 Mio. Euro an Eigenkapital ab - ein Vorgang der im ersten Halbjahr 2014 zum ersten Mal aufgetreten sei.

Auch das Volumen konzerninterner Kredite wurde den Angaben zufolge um 300 Mio. Euro zurückgefahren. "Das positive Gesamtergebnis beruht daher ausschließlich auf einem Verzicht auf Gewinnausschüttungen", so die OeNB. Ausländische Investoren hätten heuer zwischen Jänner und Juni weniger als 2 Mrd. Euro an Dividenden bekommen - um 1 Mrd. Euro weniger als im Vergleichszeitraum 2014 und weniger als die Hälfte des ersten Halbjahres 2013.

Die aktiven Direktinvestitionen österreichischer Investoren beliefen sich heuer in den ersten sechs Monaten auf 6,4 Mrd. Euro. Dieser relativ hohe Wert sei jedoch "vorwiegend Ausdruck weitreichender Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen des österreichischen Bankensektors in Ost- und Südosteuropa", betonte die Nationalbank. Als "größten Einzelfall" nannte die OeNB die Bank Austria, die ihren Anteil an der rumänischen Volksbank-Tochter Tiriac von 50,6 auf rund 96 Prozent fast verdoppelt habe. Gleichzeitig habe der Bank Eigenkapital zugeschossen werden müssen, um deren Verkauf zu ermöglichen.

Von den 6,4 Mrd. Euro an aktiven Direktinvestitionen entfielen 2,5 Mrd. Euro auf Eigenkapital und jeweils knapp 2 Mrd. Euro auf die Gewährung konzerninterner Kredite bzw. auf reinvestierte Gewinne. Deren Höhe sei die Folge "auffallend geringer Dividendenausschüttungen". Seit 2011 wurden im ersten Halbjahr laut OeNB stets rund 5,5 Mrd. Euro ausgeschüttet, heuer waren es aber weniger als 4 Mrd. Euro.

Nürnberg (APA/dpa) - Adidas oder Puma? Der erbitterte Zwist der Gebrüder Dassler machte diese Frage einst zu einer todernsten Angelegenheit. Inzwischen geben sich die Chefs der Sportartikelhersteller unverkrampft. Das zeigt ein historischer Auftritt in Nürnberg.
 

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Von Rivalität keine Spur? - Chefs von Adidas und Puma beim Plausch

Luxemburg (APA/AFP) - Unternehmen können sich nicht missbräuchlich auf bestehende Steuerregeln berufen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied am Mittwoch, dass "missbräuchliche Praktiken von Wirtschaftsteilnehmern" von der Anwendung des EU-Rechts nicht gedeckt sind. Konkret bestätigte der EuGH eine Mehrwertsteuerforderung der Steuerbehörden in Irland für den Verkauf von Immobilien. (Az: C-251/16)
 

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EuGH-Urteil: Legal aber missbräuchlich heißt illegal

Luxemburg (APA) - Die landwirtschaftliche Produktion in der EU ist 2016 im Vergleich zu 2015 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, nahm sowohl die tierische (minus 3,3 Prozent) als auch die pflanzliche (minus 2,5 Prozent) Erzeugung in der EU ab.
 

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