Investoren halten Grexit für weniger wahrscheinlich - Sentix-Umfrage

Athen - Investoren halten das Auseinanderbrechen der Eurozone trotz der jüngsten Turbulenzen um Griechenland für weniger wahrscheinlich als zuletzt. Das dazu am Dienstag veröffentlichte Barometer des Beratungskonzerns Sentix gab im Mai von 49,0 auf 41,2 Prozent nach. Die rund 1.000 befragten Anleger hatten die Option, bis zu drei Länder zu nennen, mit deren Euro-Austritt sie binnen zwölf Monaten rechnen.

Angesichts der prekären Finanzlage Griechenlands wird seit längerem darüber spekuliert, dass der von der Pleite bedrohte EU-Staat die Währungsunion verlassen könnte - im Fachjargon "Grexit" genannt. Der aktuelle Sentix-Wert von 41,2 Prozent bedeutet, dass zurzeit genau dieser Anteil der befragten Anleger mit dem Ausscheiden mindestens eines Landes aus der Eurozone rechnet.

Laut Sentix-Experte Sebastian Wanke nehmen die meisten Anleger die Ankündigung der Athener Regierung ernst, im Euro bleiben zu wollen. "Ein Zahlungsausfall könnte ja auch beim Verbleib im Euro eine Option sein", sagte Wanke. Geringer als zuletzt schätzen die Investoren zudem Ansteckungsgefahren ein, die vom Euro-Austritt eines Landes ausgehen könnten.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"