Investoren vor Kauf der The Weinstein Company

New York (APA/AFP) - Eine Investorengruppe um eine ehemalige Mitarbeiterin von Ex-US-Präsident Barack Obama steht offenbar kurz vor dem Kauf der US-Filmproduktionsfirma The Weinstein Company. Die Investoren wollten sich auch um die Opfer des Ex-Produzenten Harvey Weinstein kümmern, verlautete am Dienstag aus Verhandlungskreisen.

Die Investorengruppe wird den Angaben zufolge von Maria Contreras-Sweet angeführt; sie war unter Obama Direktorin der US-Behörde für kleine und mittlere Unternehmen. Bereits Ende vergangenen Jahres hätten die Investoren ein erstes Angebot für den Kauf der Produktionsfirma vorgelegt. Die Gespräche zu ihrem zweiten Angebot seien inzwischen in einem fortgeschrittenen Stadium.

Zuvor hatte die Hollywood-Webseite "Deadline" über die Verhandlungen berichtet. Demnach bot Contreras-Sweet etwa 500 Millionen Dollar (404 Millionen Euro). Das Geschäft solle innerhalb von sieben bis zehn Tagen abgewickelt sein. Die neue Firma plane einen Fonds, um Weinsteins Opfer zu entschädigen. Der Vorstand der neuen Firma müsse von Frauen geführt werden, hatte Contreras-Sweet bereits im November in einem Brief geschrieben.

Insgesamt liegen fast ein dutzend Angebote für den Kauf der Weinstein Company vor. Die Firma steht infolge der Vorwürfe gegen ihren Mitgründer Harvey Weinstein kurz vor dem Bankrott. Seit Oktober haben ihm mehr als hundert Frauen vorgeworfen, sie belästigt oder vergewaltigt zu haben.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen