Internet-Händler Alibaba wechselt Chef aus

Der chinesische Online-Riese Alibaba bekommt einen neuen Chef. Der Top-Manager Daniel Zhang, der bisher für das operative Geschäft zuständig war, übernimmt den Spitzenjob bereits am Wochenende. Der bisherige Chef Jonathan Lu bleibt im Verwaltungsrat, wie Alibaba am Donnerstag mitteilte.

Die Alibaba-Aktie legte nach der Ankündigung und frischen Quartalszahlen im vorbörslichen US-Handel um mehr als 6 Prozent zu.

Der Betreiber der größten chinesischen Online-Handelsplattform steigerte im vergangenen Vierteljahr den Umsatz im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 17,4 Mrd. Yuan (2,50 Mrd. Euro). Der Gewinn sank in dem Ende März abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 49 Prozent auf 5,66 Mrd. Yuan. Der Auslöser dafür seien vor allem Aktien-Ausschüttungen an Mitarbeiter gewesen, erklärte Alibaba. Das Unternehmen hatte am 19. September den bisher größten Börsengang gestemmt und in New York rund 25 Mrd. Dollar (22,26 Mrd. Euro) eingesammelt.

Weiterhin verbucht Alibaba das schnellste Wachstum auf Smartphones und Tablets. Die Zahl der Nutzer, die von mobilen Geräten aus auf Alibaba-Angebote zugreifen, stieg mit zuletzt 289 Millionen um 77 Prozent im Jahresvergleich und um fast ein Zehntel binnen drei Monaten. Der Mobil-Umsatz war mit 5,2 Mrd. Yuan sogar mehr als fünfmal so hoch vor einem Jahr.

Die wichtigsten Handelsplätze des Konzerns sind Taobao und Tmall. Taobao ist eine Art riesiges Internetkaufhaus für Kleinanbieter. Tmall bietet Unternehmenskunden eine Plattform. Alibaba hatte zuletzt insgesamt 350 Millionen aktive Käufer, 5 Prozent mehr als noch vor drei Monaten. Die App von Taobao sei die meistgenutzte E-Commerce-Anwendung in China. Alibaba macht im Heimatland nach wie vor über drei Viertel des Geschäfts.

Der Konzern versucht aktuell auch, stärker in den Markt für Cloud-Services gehen. Der Umsatz des Bereichs stieg im Jahresvergleich um mehr als 80 Prozent. Das Geschäft ist mit 388 Mio. Yuan aber noch überschaubar.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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