Internationale Investoren haben im DAX das bessere Händchen

Frankfurt am Main - Der deutsche Börsen-Leitindex DAX bleibt fest in ausländischer Hand. Nach einer Erhebung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) hielten Investoren aus dem Ausland im vergangenen Jahr 55,3 Prozent der Anteile an den wichtigsten börsennotierten Unternehmen aus Deutschland. Ein Jahr zuvor waren es noch 55,8 Prozent, 2005 erst 45 Prozent.

Deutsche Anleger waren 2015 mit 36,2 (2014: 35,6) Prozent entsprechend etwas stärker im DAX investiert. Der Rest des Anteilsbesitzes lässt sich nicht genau zuordnen. Zu Beiersdorf und den Index-Neulingen ProSiebenSat.1 sowie Vonovia lagen keine ausreichend genauen Daten vor.

Mit Blick auf die Dividenden haben die ausländischen Anleger bei ihren Investments im DAX allerdings das bessere Los gezogen. Trotz des geringer gewordenen Anteils erhielten sie der Studie zufolge ein Prozent mehr Dividenden, an deutsche Investoren gingen fünf Prozent weniger.

Bei 19 der 30 DAX-Unternehmen sind ausländische Eigentümer in der Mehrheit. "Nicht zuletzt sorgte im vergangenen Jahr der niedrige Eurokurs für günstige Investitionsgelegenheiten", erklärt EY-Listingexperte Martin Steinbach die Entwicklung. Allerdings reduzierten Anleger aus Nordamerika ihren Anteil auf 19,6 (20,6) Prozent, während der DAX zu 28,8 (27,1) Prozent bei europäischen Investoren lag. Den größten Ausländer-Anteil haben weiterhin die Deutsche Börse (85 Prozent) und Linde (82 Prozent), bei Adidas schnellte der Anteil internationaler Anleger auf 79 von 69 Prozent.

Fast zwei Drittel der Aktien im DAX liegen bei institutionellen Anlegern wie Investment- und Pensionsfonds, Banken und Versicherern. Privatanleger machen nur elf Prozent aus - die Dunkelziffer ist laut EY hier jedoch größer.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro