Internationale Großinvestoren dominieren Wiener Börse

Der Aktienhandel an der Wiener Börse wird zum größten Teil von internationalen Großinvestoren bestimmt. Rund 78 Prozent des institutionellen Streubesitzes der im ATX-Prime berücksichtigten österreichischen Leitbetriebe wird von internationalen Anlegern gehalten, so das Ergebnis einer im Auftrag der Wiener Börse vom Informationsdienstleister Ipreo durchgeführten Studie.

Am stärksten investiert in die österreichischen Leitbetriebe sind US-Großinvestoren. Sie erhöhten im Vorjahr den von ihnen gehaltene Anteil am Streubesitz von 24,6 auf 27,65 Prozent. An zweiter Stelle folgen österreichische institutionelle Investoren. Sie erhöhten von 19,1 auf 21,9 Prozent. An dritter Stelle liegt Großbritannien mit einem von 14,7 auf 15,7 Prozent erhöhten Anteil am Streubesitz. Auf den weiteren Plätzen folgen Norwegen mit 7,2 Prozent, Frankreich mit 6,1 Prozent, Deutschland mit 5 Prozent und die Schweiz mit 2,2 Prozent.
US-Investoren stockten ihre Anteile an österreichischen Unternehmen vor allem durch konzentrierte Zukäufe bei einigen Finanztitel deutlich auf, heißt es in der Aussendung der Wiener Börse am Dienstag. Die Nachfrage von US-Investoren war aber nicht nur von großen Investmentfirmen getrieben, es haben auch passive Fondsmanager stark zugekauft.
Norwegen, Frankreich und Deutschland blieben die führenden kontinentaleuropäischen Investment-Länder. Mit Ausnahme von Norwegen kam es bei einigen europäischen Ländern wie Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Polen 2015 zu Nettoabflüssen. Auch einige Staatsfonds zogen Gelder aus dem ATX Prime ab. Wesentliche Faktoren dafür dürften der Verfall des Ölpreises sowie das Einsetzen der Turbulenzen auf den asiatischen Märkten gewesen sein. Auch politische Ereignisse wie die Flüchtlingskrise, die lockere Geldpolitik und die Zinspolitik der EZB hatten laut Studie Einfluss auf die Risikoaversion der Investoren.
Für zusätzliche Liquidität an der Wiener Börse sorgten im Vorjahr Zuflüsse von alternativen Investoren wie Hedge Fonds. Bei den Investmentstilen waren auch passiv gemanagte Fonds auf dem Vormarsch. Mittlerweile veranlagen 15,3 Prozent der institutionellen Anleger über einen Index. Die Top-Motivation institutioneller Anleger für ein Investment in österreichische Prime Market-Aktien blieben jedoch weiterhin der wachstumsorientierte (37,1 Prozent) sowie der wertorientierte (33,8 Prozent) Veranlagungsstil.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London