Institut: Deutschland ist in Richtung Hochkonjunktur unterwegs

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland nähert sich dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge der Hochkonjunktur. Es hob seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 2,0 auf 2,3 Prozent und für 2018 von 2,2 auf 2,5 Prozent an. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", erklärten die Kieler Forscher am Donnerstag.

"Bei bereits deutlich über normal ausgelasteten Kapazitäten nähert sie sich damit in großen Schritten der Hochkonjunktur." Anspannungen zeigten sich zunehmend am Arbeitsmarkt. Hier zeichneten sich immer stärker Knappheiten ab.

Den Aufschwung sieht das IfW auf einem breiten Fundament stehen. "Die privaten Konsumausgaben werden aufgrund der hohen Einkommenszuwächse wohl weiter lebhaft expandieren", erwarten sie. "Der Bau-Boom wird sich angesichts der anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen fortsetzen, auch wenn Kapazitätsengpässe hier zu zunehmend steigenden Baupreisen führen werden." Die Exporte dürften vom Aufschwung der Weltwirtschaft profitieren. Auch mehrten sich die Zeichen dafür, dass die Unternehmen angesichts stark ausgelasteter Kapazitäten und hervorragender Geschäftsaussichten mehr investieren.

"Mit zunehmender Überauslastung steigt die Fallhöhe für die deutsche Konjunktur", warnen die Experten zugleich. Ressourcen drohten in systematischer Weise fehlgelenkt zu werden. "Hierdurch bilden sich vermehrt Produktionsstrukturen heraus, die nicht dauerhaft marktfähig sind", so die Ökonomen. Finanzwirtschaftliche Übertreibungen in Zeiten sehr expansiver Geldpolitik – insbesondere verzerrte Vermögenspreise – verstärkten diesen Prozess noch. "Die Bereinigung dieser Fehlentwicklungen geht dann typischerweise mit einer Anpassungsrezession einher, die umso härter ausfällt, je stärker sich der vorangegangene Boom ausprägen konnte", betonte das IfW.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht