Insolvente "Wintertechnik" vor Schließung

Die insolvente "Wintertechnik Engineering GesmbH" mit Sitz in Pottendorf/NÖ steht vor der Schließung. Die Schuldnerin und der Insolvenzverwalter hätten einvernehmlich einen diesbezüglichen Antrag gestellt, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Dienstag mit. Die Fortführung des Unternehmens wäre nicht ohne Nachteile für die Gläubiger gewährleistet.

Laut AKV bleibt nunmehr die konkursgerichtliche Schließung des Komplettanbieters von vollautomatischen Beschneiungssystemen abzuwarten. Das Unternehmen soll in der Folge verwertet werden. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Erst am Donnerstag war dem am 11. Dezember vergangenen Jahres angenommenen Sanierungsplan für die "Wintertechnik" die Bestätigung versagt worden. Es laufe ein Konkursverfahren, berichtete der AKV. Auch von Gesprächen, "um möglicherweise eine Auffanglösung zu erreichen", war die Rede.

Die "Wintertechnik" hatte vor einer Woche am Landesgericht Wiener Neustadt einen Konkursantrag gestellt. Aktiva von Null stünden Passiva von 42 Mio. Euro gegenüber, teilte die PR-Agentur des Unternehmens mit. 15 Dienstnehmer seien von der Insolvenz betroffen. Aufgrund der anhaltenden Sanktionen gegenüber Russland und des Verfalls des Rubels seien im Laufe der Geschäftsjahre 2013/14 und 2014/15 hohe Forderungs- und Bestandsabwertungen notwendig geworden, hieß es in einer Aussendung.

Über das Vermögen der "Wintertechnik" war erst Mitte Oktober vergangenen Jahres ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet worden. Ein Monat später hieß es, dass nach Angaben des Sanierungsverwalters die kostendeckende Fortführung während des Verfahrens gegeben sei. Bei der Prüfungs- und Sanierungsplantagsatzung am 11. Dezember nahm die Mehrheit der Gläubiger den zu diesem Zeitpunkt verbesserten Sanierungsplan mit einer Quote von 31 statt 30 Prozent binnen zwei Jahren an.

94 Gläubiger hatten Forderungen von 59,67 Mio. Euro angemeldet. Davon wurden 40,63 Mio. Euro vom Insolvenzverwalter anerkannt. Dem Unternehmen wurde noch im Dezember grundsätzlich eine positive Fortführungsprognose gegeben.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los