Insolvente deutsche Bautechnikfirma will weiter am BER-Airport bauen

Trotz ihres Insolvenzantrags will die Bautechnikfirma Imtech Deutschland ihre Arbeiten am Berliner Pannenflughafen BER fortsetzen. "Die Mitarbeiter sämtlicher Gewerke sowie die Subunternehmer haben zugesagt, den Flughafenbau bis auf Weiteres unverändert fortzuführen", teilte die Kanzlei Reimer Rechtsanwälte des vorläufigen Insolvenzverwalters Peter-Alexander Borchardt am Montag in Hamburg mit.

Die Baustelle sei "voll besetzt". Alle anstehenden Termine würden wahrgenommen. Imtech Deutschland liege mit seinen Leistungen "derzeit voll im Zeitplan". Ziel des vorläufigen Insolvenzverfahrens sei es, den Geschäftsbetrieb des Unternehmens in Deutschland fortzuführen und "möglichst viele der derzeit rund 4.000 Arbeitsplätze zu erhalten", erklärte die Kanzlei. Derzeit prüften etwa 70 Spezialisten "große Datenmengen", um sich einen Überblick über die wirtschaftliche Gesamtsituation von Imtech Deutschland zu verschaffen, betonte Borchardt.

Die Bautechnikfirma ist Zulieferer für die Brandschutzanlage des BER und am künftigen Hauptstadtflughafen für Elektroarbeiten, Heizung, Sanitär und Lüftung zuständig. Das Unternehmen soll in einen mutmaßlichen Korruptionsfall am BER verwickelt sein. Am Donnerstag stellte Imtech Deutschland einen Insolvenzantrag. Teile der Belegschaft erschienen nach Angaben von BER-Chef Karsten Mühlenfeld daraufhin bereits nicht mehr auf der Baustelle des Flughafens. Eine Pleite von Imtech könnte den Zeitplan zur Fertigstellung noch einmal durcheinanderbringen.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

Newsticker

OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

Newsticker

EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

Newsticker

Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort