Insolvente ukrainische Activ Solar hat Sanierungsplan zurückgezogen

Die insolvente Wiener Activ Solar GmbH, die starke Verstrickungen in der Ukraine hat und dort als Paradebeispiel für Korruption und Wirtschaftskriminalität in der Ära Janukowitsch gilt, hat ihren Sanierungsplanantrag heute bei einer Tagsatzung am Handelsgericht Wien zurückgezogen. Der Gläubigerschutzverband Creditreform teilte auch mit, dass Forderungen in Höhe von 690 Mio. Euro angemeldet wurden.

Die Activ Solar GmbH wird dem Umfeld des ukrainischen Millionärs-und Ex-Politiker-Brüderpaars Serhij und Andrij Kljujew zugerechnet. Im Jahr 2014 hat die Staatsanwaltschaft Wien gegen sie als Kunden der Hypo Vorarlberg wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt, wie nun durch die "Panama Papers" bekannt wurde. Sie wurden verdächtigt, sich über die Vorarlberger Landeshypo in einen Solarpark eingekauft zu haben. Der Verdacht der Geldwäsche lag laut Staatsanwaltschaft nahe. Das Verfahren wurde allerdings aus Mangel an Beweisen im ersten Quartal 2016 eingestellt.

Heute hat die Activ Solar jedenfalls ihren Sanierungspanantrag zurückgezogen. Begründet wurde dies laut Creditreform damit, dass mit der Hauptgläubigerin, der ukrainischen Ukreximbank, keine Einigung erzielt wurde. Zur Dauer des Verfahrens könne die Insolvenzverwalterin nun keine Stellungnahme abgeben. Die Verwertungsdauer hänge von der Möglichkeit der Verwertung der Beteiligung und Prüfung allfälliger sonstiger Ansprüche ab.

Zur Höhe der Quote könne heute nur gesagt werden, dass - wenn überhaupt eine Quote zur Auszahlung gelangt - sich diese im einstelligen Bereich bewegen werde, so die Creditreform.

Gegründet war die Activ Solar 2008 von der SLAV AG worden, die den Kljujew-Brüdern gehört. Auch über die SLAV AG läuft ein Insolvenzverfahren in Wien. Deren Verbindlichkeiten belaufen sich laut KSV 1870 auf rund 113 Mio. Euro.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor