Insider: VW strebt in USA Gesamtlösung für "Dieselgate" an

Volkswagen will im Abgasskandal in den USA einem Insider zufolge möglichst viele Probleme auf einen Streich lösen. "Unser Interesse muss sein, eine Gesamtlösung auszuhandeln, die möglicherweise auch einen Großteil der zu erwartenden Strafen mit abbildet", sagte ein hochrangiger Manager der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

Dabei gehe es neben einem Reparaturplan für die von Manipulation betroffenen Dieselautos auch um eine Kompensation für zehn Jahre überhöhten Stickoxidausstoß dieser Fahrzeuge. Die "Wirtschafts-Woche" berichtete, Teil einer "großen Lösung" solle der Kauf von Verschmutzungsrechten sein. VW äußerte sich nicht zu Details. Ein Sprecher sagte, man befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit den US-Behörden.

Der Insider sagte, es gehe zudem um einen Beitrag von VW zum Ausbau der Elektromobilität in den USA. Dies könnte durch Investitionen in ein Netz von Ladestationen geschehen. Der Bau einer Fabrik für Elektroautos sei dagegen vom Tisch. Medien hatten Ende Februar berichtet, in den Gesprächen mit der Umweltbehörde EPA werde diskutiert, ob VW als Wiedergutmachung für die Abgas-Manipulationen Elektroautos in den USA bauen könne.

Ziel sei weiter, einen möglichst großen Teil der von Manipulation betroffenen Autos zu reparieren, sagte die Person mit Kenntnis der Gespräche weiter. Fahrzeuge, bei denen dies nicht möglich sei, müssten von VW zurückgenommen werden. Wieviele dies sein könnten, sagte die Person nicht. Insgesamt sind in den USA fast 600.000 Dieselautos von dem Skandal betroffen.

VW und EPA müssen bis zum 24. März Bezirksrichter Charles Breyer in San Francisco mitteilen, ob sie sich auf einen Fahrplan zur Reparatur der manipulierten Dieselautos geeinigt haben. Ein Kompromiss werde dann voraussichtlich noch nicht vorliegen, sagte der VW-Insider. Das US-Justizministerium hat den Wolfsburger Konzern wegen der Verletzung von US-Umweltrecht auf bis zu 46 Milliarden Dollar Strafe verklagt. Eine Einigung mit der EPA könnte nach Meinung von Experten dazu beitragen, dass die Strafe geringer ausfällt.

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Darwin Airline bankrott und stellt Betrieb ein

Christian Keuschnigg, Professor für Nationalökonomie an der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums in Wien.

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