Insider - Lufthansa wollte Billig-Airline Wizz Air kaufen

(Reuters) - Die Lufthansa plante nach Aussagen von Unternehmens- und Banken-Insidern die Übernahme der osteuropäischen Billigfluglinie Wizz Air. Die deutsche Airline habe bereits intensiv mit Wizz-Air-Eignern verhandelt, die Gespräche aber wegen der hohen Preisvorstellungen abgebrochen, sagten zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen am Mittwoch zu Reuters. Das Vorhaben sei in der Amtszeit des früheren Lufthansa-Chefs Christoph Franz verfolgt worden. Franz hatte das Unternehmen bis Ende April geführt. "Neue Pläne für den Kauf einer Billig-Airline gibt es derzeit nicht - potenzielle Kaufziele sind schlicht zu teuer", sagte einer der Insider. Stattdessen baut der derzeitige Chef Carsten Spohr innerhalb des Konzerns Billig-Plattformen auf.


Die Lufthansa wollte sich zu den Angaben nicht äußern. Der Konzern beobachte den Markt ständig, nehme zu konkreten Projekten aber keine Stellung, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Wizz Air wollte die Verhandlungen mit der Lufthansa ebenfalls nicht kommentieren. Das Unternehmen erhalte von Zeit zu Zeit Interessensbekundungen von möglichen Investoren. "Derzeit werden keine Gespräche geführt", sagte ein Sprecher. Zu den Eignern von Wizz Air zählen die US-Investmentgesellschaft Indigo Partners sowie frühere und derzeitige Manager.

Wizz Air wurde vor zehn Jahren gegründet und ist mittlerweile der größte Billigflieger in Osteuropa. Mit der in Budapest ansässigen Gesellschaft flogen im Ende März abgelaufenen Finanzjahr 13,9 Millionen Passagiere. Damit rangiert sie unter den europäischen Günstig-Airlines auf dem fünften Platz, nach Marktführer Ryanair sowie Easyjet, Air Berlin und Norwegian Air Shuttle. Wizz Air betreibt eine Flotte von 54 Airbus -Jets und erzielte bei einem Umsatz von einer Milliarde Euro einen Überschuss von 89 Million Euro. Ursprünglich wollte das Unternehmen im Sommer an die Londoner Börse gehen und mit dem Schritt 200 Millionen Euro einnehmen. Das Vorhaben wurde im Juni wegen des Auf und Abs am Aktienmarkt abgesagt.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018