Insider: Griechenland warnt Euro-Partner vor Pleite am 9. April

Athen - Die griechische Regierung hat Insidern zufolge die Euro-Partner vor einem Zahlungsausfall am 9. April gewarnt. Es sei nicht genug Geld vorhanden, um an dem Tag zugleich eine Tranche an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu überweisen und die Pensionsauszahlungen zu leisten, sagte der griechische Vertreter in der Arbeitsgruppe der Euro-Finanzminister laut Insidern aus der Eurozone.

Andere Teilnehmer, darunter aus Deutschland, hätten die Chancen auf eine Überweisung von Hilfsgeldern am 9. April als gering bezeichnet, sagten die Insider am Donnerstag zu Reuters.

In der kommenden Woche soll Griechenland rund 450 Mio. Euro an den IWF überweisen. Der Innenminister des Landes, Nikos Voutzis, hatte in einem "Spiegel"-Interview bereits gesagt, dass das Geld nicht für alle Zahlungen am 9. April reiche, was von einem Regierungssprecher in Athen am Mittwoch aber umgehend dementiert wurde.

Bei der Telefonkonferenz zwischen Vertretern von IWF, Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission sowie den Finanzministerien der Euro-Staaten am Mittwoch wurde die griechische Reformliste den Insidern zufolge nicht im Detail besprochen. Vielmehr habe mitunter Unklarheit geherrscht, welche Liste überhaupt die aktuelle Version sei. Eine erweiterte Liste sei erst am Mittwochvormittag vorgelegt worden.

Andere Vertreter warfen Athen den Angaben zufolge vor, zu optimistische Annahmen darüber zu treffen, welche Summen die geplanten Vorhaben in die Staatskasse spülen könnten. Die bisherige Reformliste bleibe hinter den Erwartungen zurück.

Vertreter der Eurozone machten den Insidern zufolge deutlich, dass es zwar Fortschritte gebe, die Arbeit aber weiterhin erst am Anfang stehe. Eine Reihe von Vorschlägen aus Athen würden eindeutig gegen die Ziele des mit den internationalen Partnern vereinbarten laufenden Programms verstoßen. Dies betreffe den Arbeitsmarkt, die Steuerpolitik und die Umsetzung von Gesetzen. Die richtigen Gespräche hätten erst am vorigen Freitag begonnen, was lediglich vier Tage wirklicher Arbeit bedeute. Die griechische Regierung solle sich um zusätzliche Geldquellen im eigenen Land bemühen.

Der griechische Teilnehmer habe den Experten der drei Institutionen von EU-Kommission, IWF und EZB wiederum vorgeworfen, unvorbereitet nach Athen gekommen zu sein. Dagegen beschwerten sich Vertreter der Eurozone den Angaben zufolge, dass die Experten zwar seit drei Wochen in Athen seien, aber erst sehr spät Daten von der Regierung erhalten hätten. Griechische Beamte seien manchmal mit den Plänen der Regierung nicht voll vertraut oder dürften nicht darüber sprechen.

Für die kommende Woche ist bisher kein Treffen der Euro-Finanzminister geplant. Insidern zufolge soll lediglich die Arbeitsgruppe erneut über den Stand der Dinge beraten. Die Finanzminister müssen über die Freigabe von Mitteln aus dem aktuellen Hilfsprogramm entscheiden. Bevor dies geschieht könnte sich die tatsächliche Umsetzung der Reformen, also die Verabschiedung im griechischen Parlament, als weiteres Nadelöhr erweisen. Mitte April steht eine Tagung des IWF in Washington an, zu der auch zahlreiche Vertreter aus der Eurozone reisen. Anschließend treffen sich die Eurogruppe und die EU-Finanzminister am 24. und 25. April in Riga. Dort soll Insidern zufolge spätestens eine Einigung erzielt werden.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma