Softbank will Uber-Anteile mit großem Abschlag kaufen

San Francisco/Minato (APA/Reuters) - Der japanische Telekomkonzern Softbank will einem Insider zufolge Anteilsscheine des US-Mitfahrdiensts Uber mit einem deutlichen Abschlag erwerben. Softbank schwebe bei den Papieren eine Preisvorstellung vor, die 30 Prozent unter der aktuellen Bewertung Ubers liege, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag. Softbank könnte bis zu 17 Prozent an Uber kaufen.

Eine zweite Person erklärte, dass sich das Offert Softbanks im Rahmen dessen bewege, was Investoren erwartet hätten. Softbank dürfte zudem eine separate Investition in Uber im Volumen von einer Milliarde Dollar (836,68 Mio. Euro) auf Basis der jüngsten Bewertung tätigen. Uber war zuletzt auf 68,5 Milliarden Dollar taxiert worden.

Softbank hatte vor kurzem mitgeteilt, dass eine Beteiligung erwogen werde, aber eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen worden sei. Der Aktienpreis und die Anzahl der Anteilsscheine, die Softbank erwerben könne, müssten "zufriedenstellend" sein.

Softbank hatte als Führer eines Konsortiums bereits im August Interesse an einer Investition angemeldet. Bei dem Fahrdienstvermittler ist schon der Weg für einen Einstieg freigeräumt worden. Uber gilt mit der jüngsten Bewertung von 68,5 Milliarden Dollar als das teuerste von Finanzinvestoren gestützte Unternehmen der Welt und strebt bis Herbst 2019 einen Gang an die Börse an. Softbank wiederum hat sich in jüngster Zeit einen Namen als Geldgeber für Technologieunternehmen gemacht und ist unter anderem am Uber-Konkurrenten Didi und der indischen Taxi-App Ola beteiligt.

Uber hatte vor kurzem eingeräumt, Hackern zur Vertuschung eines massiven Diebstahls von Kundendaten Geld gezahlt zu haben. Im Oktober 2016 wurden Uber zufolge persönliche Informationen von rund 57 Millionen Nutzerkonten gestohlen.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

Newsticker

OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

Newsticker

EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

Newsticker

Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort