EU stellt sich auf längere Brexit-Übergangsphase ein

Brüssel (APA/Reuters) - Großbritannien wird EU-Vertretern und Diplomaten zufolge nach dem Brexit eine längere Übergangsphase benötigen als offiziell geplant. "Niemand glaubt, dass die Übergangsphase bis Ende 2020 ausreicht", sagte ein hochrangiger EU-Vertreter am Donnerstag.

Man wolle London in den laufenden Verhandlungen aber nicht sofort eine Verlängerung anbieten, sondern sich das Zugeständnis für später als Trumpf aufbewahren. Grund für die neue Einschätzung sind nach Aussagen von mit der Situation vertrauten Personen und Diplomaten eine Reihe ungelöster Probleme in den Gesprächen wie etwa der künftige Status der irischen Grenze. Da die Regierung von Theresa May gleichzeitig öffentlich darüber streite, was für eine Art von Handelsbeziehung zur EU sie nach 2020 wolle, seien viele in Brüssel von einer Verlängerung überzeugt.

Die Gespräche der Unterhändler beider Seiten laufen seit Dienstag in Brüssel. Für Freitag ist eine Pressekonferenz dazu mit EU-Vertreter Michel Barnier geplant. In den Gesprächen geht es um die Übergangsphase nach dem EU-Austritt im März 2019 für das Königreich. In der Zeit dürfte Großbritannien noch Teil der Zollunion und des EU-Binnenmarktes bleiben, in dem 500 Millionen Menschen leben.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen