Insider: EU sieht Lufthansa Niki-Übernahme weiter skeptisch

Berlin/Frankfurt/Schwechat (APA/Reuters) - Die EU-Kommission sieht einem Insider zufolge die Übernahme der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki durch die deutsche Lufthansa weiter skeptisch. Auch nach Zugeständnissen von Lufthansa und der Reaktion der Konkurrenten auf die Vorschläge stehe der Deal "auf des Messers Schneide", erfuhr Reuters am Mittwoch von einer Person, die mit der Situation vertraut ist.

Stand der Dinge sei, dass es so nicht reicht. In einem ersten Paket habe Lufthansa angeboten, Start- und Landerechte (Slots) an die Konkurrenten TUIfly und die Thomas-Cook-Tochter Condor zu geben. Dies hatte zuvor auch die Agentur Bloomberg berichtet. Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa und TUI-Chef Fritz Joussen lehnten einen Kommentar dazu ab. Von der EU-Kommission war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Insider sagte, Lufthansa sei im Austausch mit der EU-Kommission. Es gebe laufende Verhandlungen. Unklar blieb zunächst, ob die Lufthansa zusätzlich zu den Slots für TUIfly und Condor weitere Angebote machen werde oder ob es eine andere Lösung geben könnte.

Die Brüsseler Behörde entscheidet bis zum 21. Dezember, ob die Lufthansa wie geplant die Air-Berlin-Töchter Niki aus Österreich und LGW aus Dortmund übernehmen kann. Branchenexperten und die Airline selbst rechnen mit Auflagen. Sollte die EU eine vertiefte Prüfung über 90 Werktage einleiten, dürfte sich die Lufthansa von dem Deal zurückziehen und auch die Zwischenfinanzierung für Niki einstellen. Dies würde nach Air-Berlin-Angaben die sofortige Insolvenz von Niki nach sich ziehen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte