ING-DiBa übernimmt Online-Kreditmarktplatz Lendico

Berlin/Wien/Amsterdam (APA/Reuters) - Die Direktbank ING-DiBa will mit der Übernahme des Online-Kreditmarktplatz Lendico ihr Geschäft mit Firmenkrediten ausbauen. Das Vorhaben sei bereits beim deutschen Bundeskartellamt zur Prüfung gemeldet worden, teilte die Direktbank am Montag mit. Zu Details wie dem Kaufpreis wollte sich die Bank nicht äußern.

Lendico spezialisiert sich auf Darlehen für kleine und mittlere Unternehmen. Der Kreditmarktplatz wurde 2013 von der Startup-Schmiede Rocket Internet in Berlin gegründet. Im Sommer 2017 wurde der Verkauf an den britischen Hedgefonds Arrowgrass angekündigt.

Die ING-DiBa, die mit Tagesgeldkonten für Privatkunden groß geworden war, will im Geschäft mit Firmenkrediten angreifen und bis 2022 zu den fünf größten Firmenkundenbanken gehören. Aktuell zählt sie sich zu den Top Ten. Um das Geschäft auszubauen, will die Bank auch Online-Kredite für Firmenkunden anbieten. "Mit dem Erwerb gewinnen wir die Zielgruppe der kleinen und mittleren Unternehmen hinzu", sagte ING-DiBa-Chef Nick Jue. "Wir sind überzeugt, dass Lendico mit seinem digitalen, sehr effizientem Geschäftsmodell unserer Unternehmensstrategie sehr gut entspricht und wir zusammen stärker wachsen können."

Lendico macht kaum Angaben zur Geschäftsentwicklung. Vergangenes Jahr hieß es, die Plattform vergebe monatlich Kredite in Höhe von rund fünf Mio. Euro und wolle binnen zwei Jahren in die Gewinnzone. Die Kreditgrenze von Lendico liegt in Deutschland bei 250.000 Euro, in der Schweiz bei 500.000 Franken (433.990,11 Euro).

Die ING-DiBa baut die Kreditvergabe seit Jahren aus. Dadurch muss sie weniger der Kundeneinlagen zinslos bei der Europäischen Zentralbank oder am Kapitalmarkt anlegen. So schaffte sie im vergangenen Jahr trotz der Niedrigzinsen einen Rekordgewinn von 1,27 Mrd. Euro vor Steuern.

ING-DiBa übernimmt die ECommerce Holding II, deren Hauptbesitz Lendico ist. An der Gesellschaft halten sowohl Arrowgrass als auch Rocket Internet Anteile, wobei der Hedgefonds die Mehrheit besitze, sagte eine ING-DiBa-Sprecherin. Der Kauf muss vom deutschen Bundeskartellamt noch genehmigt werden. Die Bank rechnet mit einer Entscheidung binnen vier Wochen.

Hamburg (APA/dpa) - Am kommenden Donnerstag (22.11.) springen die Druckmaschinen bei der Prinovis-Druckerei in Nürnberg noch einmal an für einen Großauftrag aus Hamburg. Der Otto-Katalog Frühjahr/Sommer 2019 geht in Druck; 656 Seiten voller Mode und Technik, Sportartikel, Wohntextilien, Spielsachen und Accessoires - die ganze Vielfalt der westlichen Warenwelt. Doch es ist das letzte Mal.
 

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Ende einer Ära: Das Internet ersetzt den Otto-Katalog

Wien (APA) - Auch der WWF Österreich ist für einen Ausbau Erneuerbarer Energien in Österreich, wie ihn im Sinne der Klima- und Energiestrategie die heimischen Stromerzeuger planen. Dafür verlangt die Umweltorganisation aber strenge Naturverträglichkeits-Checks, damit nicht wie bisher auch ineffiziente Vorhaben auf Kosten der Natur umgesetzt würden.
 

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WWF pocht für Ökostrom-Ausbau auf Naturverträglichkeits-Checks

London/Dearborn (APA/dpa) - Im Wettrennen um die Entwicklung selbstfahrender Autos will die Ford-Tochter Argo Milliarden Dollar von Investoren und von anderen Autobauern einsammeln. "Wir sprechen definitiv mit anderen möglichen Kunden, Autoherstellern, und wir sprechen mit mehr als einem", sagte Argo-Chef Bryan Salesky im Interview der "Financial Times" (Freitag).
 

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Ford-Tochter Argo will Milliarden für selbstfahrende Autos einsammeln